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Bundesagentur für Arbeit: Mammutbehörde unerwartet im Plus

Gute Nachrichten aus Nürnberg: Dieses Jahr muss kein Geld in die Arbeitsbehörde geschaufelt werden. Im Gegenteil - die BA rechnet mit einem Haushaltsüberschuss von rund sieben Milliarden Euro.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" in diesem Jahr mit etwas über sieben Milliarden Euro einen weit höheren Überschuss als bislang erwartet. Die Zeitung berief sich auf Angaben aus Kreisen der Bundesagentur, die sich auf interne BA-Berechnungen stützten.

1,8 Milliarden Euro Überschuss erwartet

Gründe für diese positive Entwicklung seien deutlich niedrigere Ausgaben beim beitragsfinanzierten Arbeitslosengeld von mindestens 2,5 Milliarden Euro, ein Absinken der Aufwändungen für die aktive Arbeitsmarktpolitik sowie andere Faktoren. Man sei daher "ziemlich sicher in der Lage, mindestens die Kosten für einen Punkt Beitragssenkung bei der Arbeitslosenversicherung aus eigener Kraft gegen zu finanzieren", zitierte die Zeitung BA-Vorstandskreise. Ursprünglich war die BA für 2006 lediglich von einem Etat-Überschuss von 1,8 Milliarden Euro ausgegangen.

Die Bundesregierung war von Anfang an davon ausgegangen, dass die Bundesagentur einen vollen Prozentpunkt der geplanten Absenkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung um zwei Prozentpunkte aus eigener Kraft wird stemmen können.

Reuters / Reuters