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Nachhaltigkeitsstrategie Edeka bietet digitale Kassenbons statt Papierbelegen an

Kassenbon
Seit 2020 gilt Kassenbonpflicht
© Britta Pedersen / Picture Alliance
Seit der Bonpflicht müssen alle Einzelhändler Zahlungsbelege ausgeben. Edeka will in Zukunft digitale Kassenbons anbieten, die Kund:innen per Smartphone abrufen können.

"Brauchen Sie den Bon?" Die Frage stellen Kassierer:innen in Supermärkten wohl hunderte Mal am Tag. Ausgedruckt wird der Beleg aber jedes Mal – egal, ob die Kund:innen mit ja oder nein antworten. Edeka will die Papierflut nun eindämmen und in Zukunft digitale Kassenbons anbieten.

"Die Kunden haben die Möglichkeit, an der Kasse zu wählen, ob sie sich einen klassischen Bon ausdrucken lassen oder den Beleg digital über einen QR-Code erhalten möchten", sagte Helene Dahlke, Sprecherin von Edeka Nord, dem "Hamburger Abendblatt". Die Umstellung ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Handelskette.

Edeka bietet Kassenbons in Papierform und digital an

Wenn Kund:innen den digitalen Kassenbon bevorzugen, können sie nach dem Einkaufen einen QR-Code mit ihrem Handy einscannen, der auf einem Monitor an der Kasse angezeigt wird. Außerdem ist es möglich, den Zahlungsbeleg digital über die App des Unternehmens zu erhalten, wenn man diese heruntergeladen hat. So müssen Kund:innen keine Zettel sammeln, die Filiale spart Papier ein und die Umwelt wird geschont. Der Kassenbon sei im Hinblick auf Nachhaltigkeit "ein wichtiger Faktor", sagte Unternehmenssprecherin Dahlke.

Viele Twitter-Nutzer regen sich über die neue Bonpflicht auf

Seit 2020 gilt in Deutschland laut Kassengesetz die Belegausgabeverpflichtung, allgemein Bonpflicht genannt. Demnach muss bei jedem Einkauf, der über ein computergestütztes Kassensystem abläuft, ein Beleg ausgegeben werden – selbst wenn es nur um Centbeträge geht. Die Regelung ist vielen Einzelhändlern ein Dorn im Auge und führt zu hohem Ressourcenverbrauch. Laut "Hamburger Abendblatt" werden in den 670 Edeka-Märkten täglich im Schnitt 31,5 Rollen an Kassenpapier verbraucht. Durch die Einführung des digitalen Kassenbons soll diese Zahl um 20 Prozent gesenkt werden.

Quelle: "Hamburger Abendblatt" (Bezahl-Artikel)

epp

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