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Erfolgsgeschichte: Deutscher Gründerpreis trägt Früchte

Im Juni 2002 gewann ICUnet.AG beim Deutschen Gründerpreis. Rückblickend stellt Gründer Audebert fest, dass die Entwicklung des Unternehmens ohne die Auszeichnung sicherlich nicht so rasant verlaufen wäre.

Im Juni 2002 gewann die ICUnet.AG aus Passau aufgrund ihrer erfolgversprechenden Geschäftsidee den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie Konzept. Das Unternehmen bietet die Beratung von Unternehmen in interkulturellen Fragen an. In Anwesenheit des Bundespräsidenten Johannes Rau wurden die Gründer Doreen Thielemann und Dr. Fritz Audebert für herausragende unternehmerische Leistungen ausgezeichnet.

Die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland und Kooperationen mit ausländischen Firmen werden mit der zunehmenden Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft immer selbstverständlicher. Hier setzte die Geschäftsidee der ICUnet.AG an - als Anbieter interkultureller Dienstleistungen, die Auslandsvorhaben erleichtern und mögliche Probleme, die durch kulturelle Unterschiede entstehen können, verhindern sollen. Lächelt beispielsweise ein Chinese in einer Verhandlungssituation, deutet ein Deutscher das gerne als Zustimmung. "Es kann aber das genaue Gegenteil bedeuten", so Audebert. Und, falsch gedeutet, kann es eine Menge Geld kosten.

Eine große Aufmerksamkeit nach der Preisverleihung

Vom mittelständischen Betrieb bis zum Global Player werden Unternehmen in diesen interkulturellen Fragen beraten – von der Vorbereitung von Mitarbeitern für den Auslandsaufenthalt bis hin zur Unterstützung bei der Auslandsexpansion oder Mergers & Acquisitions.

Die große Aufmerksamkeit, die das Unternehmen durch die Übertragung der Preisverleihung im ZDF und die Berichterstattung im stern erhielt, machte sich bemerkbar: 100 Kundenanfragen, 50 Bewerbungen neuer Mitarbeiter und 180 E-Mails konnte die ICUnet am Tag danach entgegennehmen. Die Qualität der Bewerbungen hat sich enorm erhöht und es konnten zahlreiche neue Kunden gewonnen werden, darunter RWE, Deutsche Bahn, Boehringer Ingelheim und Deutsche Lufthansa.

Für die ersten Kunden war der Erfolg eine Bestätigung, dass sie sich für das richtige Beratungsunternehmen entschieden haben. Bernd H. Meyer, Vorstandsvorsitzender des Gerling-Konzerns sieht den Erfolg der ICUnet.AG vor allem im Nutzen für das tägliche Geschäft: "Das Training führte selbst bei unseren erfahrenen Führungskräften mit großer internationaler Erfahrung zu Aha-Effekten. Unbewusste Verhaltensweisen wurden bewusst gemacht."

Das Coaching durch McKinsey ein entscheidender Schritt zum Erfolg

Rückblickend kann Firmengründer Audebert feststellen, dass die Entwicklung des Unternehmens ohne die Auszeichnung mit dem Deutschen Gründerpreis sicherlich nicht so rasant verlaufen wäre. Neben der öffentlichen Aufmerksamkeit war auch das Coaching durch die Unternehmensberatung McKinsey & Company ein entscheidender Schritt zum Erfolg: "Die Entwicklung von zwei Projekten konnte vorangetrieben werden und hat für uns als Gründungsunternehmen in der schwierigen Anfangsphase eine echte finanzielle Entlastung mit sich gebracht", so Audebert.

Auch die Zusammenarbeit mit der Sparkasse vor Ort war sehr wichtig. "Insbesondere das große persönliche Engagement der Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Passau, Frau Renate Braun, führte dazu, dass wir mit verschiedenen Unternehmen aus der Region in Kontakt kamen. Dies brachte das Unternehmen in zwei Fällen konkrete Aufträge" resümiert Audebert.

Das Unternehmen hat weiterhin ehrgeizige Ziele

"Bis 2005 wollen wir europäischer Marktführer für interkulturelle Dienstleistungen werden", gibt Audebert die Ziele vor. Trotz - oder vielleicht wegen - des momentan schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes. Die Nachfrage nach den interkulturellen Dienstleistungen hält weiter an. "Neue Märkte liegen derzeit im Ausland", so Audebert.

Mit dem Deutschen Gründerpreis zeichnen die StartUp-Partner stern, die Sparkassen, McKinsey&Company und das ZDF einmal im Jahr Unternehmen in den unterschiedlichen Phasen ihres erfolgreichen Bestehens aus. Der Preis wird für beispielhafte und herausragende Leistungen beim Aufbau neuer Unternehmen in vier Kategorien verliehen: für das beste Konzept, den erfolgreichsten Aufsteiger, den wegweisenden Visionär und das Lebenswerk. Der Deutsche Gründerpreis ist ein Projekt der StartUp-Initiative. Sie wird gefördert von Jenoptik, Die Bahn, RWE, Gruner & Jahr sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie.