Firmenpleiten SPD will Arbeitszeitkonten schützen

Die SPD-Bundestagsfraktion will Arbeitszeitkonten im Fall von Insolvenzen gesetzlich schützen. Bislang werden Arbeitszeitkonten beim Wechsel oder der Insolvenz des Arbeitgebers annulliert.

Die SPD-Bundestagsfraktion will Arbeitszeitkonten vor ihrer Annullierung im Fall von Insolvenzen gesetzlich schützen. "Es wäre gut, wenn wir ein Gesetz noch in diesem Jahr hinbekämen", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD, Klaus Brandner, in der Dienstagsausgabe der "Financial Times Deutschland". Dadurch sollten flexiblere und längere Arbeitszeiten attraktiver werden.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Rainer Wend (SPD), forderte die Arbeitgeber auf, Versicherungen zu finanzieren, um Arbeitszeitkonten bei Insolvenz zu schützen. Die angesparte Zeit könne später ausbezahlt oder mit Urlaub oder Fortbildung ausgeglichen werden. Zugleich traten Wend und Brandner Forderungen nach einer generellen Arbeitszeitverlängerung entgegen.

Bislang werden Arbeitszeitkonten beim Wechsel oder der Insolvenz des Arbeitgebers annulliert. Die Gewerkschaften hatten in der Vergangenheit wiederholt gefordert, die Konten gegen Insolvenz zu schützen.


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