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Insolvenz Weniger Unternehmenspleiten in Deutschland

Die Zahl der Unternehmenspleiten in Deutschland ist im April zum Vorjahr gesunken. Allerdings stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen weiter deutlich an.

Die Serie immer neuer Pleitenrekorde bei Deutschlands Unternehmen könnte in diesem Sommer erstmals seit 1999 reißen: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 12. Juli berichtete, ist die Zahl der Unternehmenspleiten im April erneut gesunken, genau wie im Januar und Februar. Die Statistiker erwarten, dass es in den ersten sechs Monaten 2004 rund 20.000 und damit ähnlich viele Firmeninsolvenzen wie im Vorjahreszeitraum geben wird - also keinen neuen Höchststand.

Anders sieht es dagegen bei den Insolvenzen von Verbrauchern aus. Allein im April stieg die Zahl der Verbraucherpleiten um 29,9 Prozent auf 3.552. Für das gesamte erste Halbjahr sei mit einem Anstieg auf insgesamt um die 21.500 Verbraucherinsolvenzen zu rechnen.

Von Januar bis April 2004 gab es dem Bundesamt zufolge insgesamt 37.692 Insolvenzen, 13,8 Prozent mehr als in den ersten vier Monaten 2003. "Dabei nahmen die Unternehmensinsolvenzen geringfügig um 0,1 Prozent auf 13.363 zu, die Insolvenzen der übrigen Schuldner um 23 Prozent auf 24.329." Die leichte Zunahme der Unternehmensinsolvenzen sei auf den deutlichen Anstieg im März um 10,6 Prozent zurückzuführen.


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