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Manager-Gehälter: BDI-Chef kritisiert "Raffke"-Mentalität von Managern

Der BDI-Chef Rogowski kritisiert die "Raffke"- Mentalität einiger Top-Managern: "In schlechteren Zeiten sollten Vorstände auch aus moralischen Gründen eigene Gehaltssteigerungen schon sehr gut begründen können."

BDI-Chef Michael Rogowski hat die "Raffke"-Mentalität einiger Top-Managern kritisiert und mehr Bescheidenheit gefordert. "In schlechteren Zeiten sollten die Vorstände auch aus moralischen Gründen eigene Gehaltssteigerungen schon sehr gut begründen können", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) der "WirtschaftsWoche". "Es gibt zweifellos Manager, die die Bodenhaftung verlieren." Zugleich warnte Rogowski vor Pauschalurteilen. "Ich wehre mich dagegen, dass man alle Führungskräfte in einen Topf wirft und daraus ableitet, das seien alle Raffkes."

Rogowski sprach sich für Kürzungen der Vorstandsbezüge in schwierigen Zeiten aus. Unverständnis äußerte er auch über die hohen Abfindungen im Fall Mannesmann. "Das ist für mich aber eine moralische Kategorie, keine juristische." Zur Adlon-Affäre von Bundesbankpräsident Ernst Welteke sagte Rogowski, dessen Verhalten sei "weder korrekt noch zu entschuldigen". Schließlich hätten Eliten eine besondere Vorbildfunktion für die Gesellschaft.

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