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Schreibtisch-Triebtäter: 39 Stunden Porno im Büro: Mann gefeuert

Ein Angestellter der Stadt Baltimore hat den Leerlauf in seinem Arbeitsalltag allzu exzessiv genutzt: Innerhalb von nur zwei Wochen liefen über 39 Stunden lang Porno-Filme auf seinem Computer.

Zuviel Freizeitspaß am Arbeitsrechner kann zur Kündigung führen

Zuviel Freizeitspaß am Arbeitsrechner kann zur Kündigung führen

Wenn der Angestellte ordentlich anpackt, gefällt das dem Arbeitgeber. Normalerweise. Die eher unkonventionelle Auslegung des Begriffs wurde einem Büro-Arbeiter des öffentlichen Dienstes der Stadt Baltimore jetzt zum Verhängnis: Innerhalb von zwei Wochen lief über 39 Stunden pornografisches Material auf seinem Arbeitscomputer - das macht ungefähr die Hälfte seiner gesamten Arbeitszeit. An seinem produktivsten Tag brachte es der Schreibtisch-Triebtäter gar auf 6 Stunden und 46 Minuten - wohlgemerkt innerhalb einer 8-Stunden-Schicht. Hochgerechnet auf ein Arbeitsjahr entspräche das 951 von 2000 Arbeitsstunden.

Nach Auskunft seines Arbeitgebers, dem "Department of Public Works" in Baltimore, brachte der Mann eine Porno-DVD mit zur Arbeit. Die schaute er sich dann - offenbar in Dauerschleife - auf seinem Bürocomputer an. Laut Rob Pearre Jr., dem Generalinspektor des Departments, sei eine anonyme Beschwerde über den außer Kontrolle geratenen Konsum des Kollegen eingegangen. Daraufhin habe man den Arbeitsalltag des Mannes über einen 82-stündigen Zeitraum kontrolliert. Nicht unbedingt strafmildernd wirkte sich aus, dass der Porno überwiegend im Vollbild-Modus abgespielt wurde und die Wahrscheinlichkeit daher gering sei, dass womöglich nebenbei Arbeit erledigt wurde. Daraufhin wurde der Angestellte entlassen.

"Wäre dasselbe, wenn er Sport geguckt hätte"

Pearre Jr. betonte aber, dass die Kündigung nichts mit der Anrüchigkeit des angesehenen Materials zu tun hab, sondern eine grundsätzliche Entscheidung sei: "Es wäre dasselbe gewesen, wenn er vier von acht Stunden Sport geguckt hätte." Es gebe klare Richtlinien für den Fall, dass Angestellte der Stadt das Büromaterial für private Interessen nutzen. Da ist es dann auch ganz egal, mit welcher Leidenschaft diese Interessen ausgelebt werden ...

tim
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