Postbote Briefe zerrissen, Kündigung kassiert


Das Zerreißen von drei Briefen hat einem Zusteller der Deutschen Post den Arbeitsplatz gekostet. Trotz seines "Blackouts" bestätigte das Gericht die fristlose Kündigung.

Das hessische Landesarbeitsgericht in Frankfurt bestätigte in einem am 10. Mai bekannt gewordenen Urteil die fristlose Entlassung des Mannes, der seit vielen Jahren bei der Post gearbeitet hatte. Der Briefträger hatte den Vorfall mit einem "Blackout" wegen seiner schwierigen familiären Situation erklärt. Ein medizinisches Gutachten bestätigte ihm einen "zeitweise verwirrten Zustand".

Nach Auffassung des Gerichts ist dies unerheblich. Die Vernichtung von Briefen sei strafbar und damit ein Grund für die sofortige Entlassung. Erschwerend komme hinzu, dass die Straftat in direktem Zusammenhang mit der Arbeitsleistung stehe. Insoweit habe der Briefträger auch die Geschäftsinteressen der Deutschen Post verletzt, heißt es in der Entscheidung.

Az.: 6 Sa 400/04

DPA DPA

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