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RECHT: Kündigung bei Ablehnung von Schichteinsatz

Die beharrliche Ablehnung eines bestimmten Schichteinsatzes kann die fristlose Kündigung eines Arbeitnehmers rechtfertigen. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

Die beharrliche Ablehnung eines bestimmten Schichteinsatzes kann die fristlose Kündigung eines Arbeitnehmers rechtfertigen. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor (Az.: 7 Ca 13 33/01).

Die Richter wiesen damit die Klage eines Kraftfahrers gegen eine Spedition zurück und erklärten dessen Kündigung für zulässig. Der über Jahrzehnte in Wechselschicht mit einem Kollegen eingesetzte Fahrer hatte über mehrere Monate ausschließlich in der seiner Ansicht nach attraktiveren Nachtschicht gearbeitet. Als ihn die Vorgesetzten schließlich wieder in Wechselschicht einsetzen wollten, weigerte er sich hartnäckig. Nach rund 25-jähriger Beschäftigung habe er einen Anspruch auf eine Schichteinteilung nach seinen Wünschen.

Laut Urteil stellt das Verhalten des Arbeitnehmers eine »äußerst beharrliche Arbeitsverweigerung« dar, die auch wegen der damit verbundenen »Unkollegialität« selbst bei einem sehr langen Arbeitsverhältnis die fristlose Kündigung rechtfertige. Der Gerichtsvorsitzende verwies dabei auch auf die Tatsache, dass das Unternehmen dem Mitarbeiter zwei Monate Zeit gelassen habe, um seine Einstellung zu überdenken und die von der Firma gewünschte Schichteinteilung anzunehmen.

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