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Veröffentlichung von Emily Chang: Sexpartys und Frauen, die nur verlieren können: Buch enthüllt Geheimnisse übers Silicon Valley

Die Journalistin Emily Chang wird im Februar ein pikantes Buch über das Silicon Valley veröffentlichen. Es geht um Partys, um Sex, um Alkohol und Drogen. Und darum, wie Frauen im Valley offenbar immer nur verlieren können. 

Verruchtes Silicon Valley: Journalistin Emily Chang schreibt über Partys, Drogen, Sex und Alkohol (Symbolfoto)

Verruchtes Silicon Valley: Journalistin Emily Chang schreibt über Partys, Drogen, Sex und Alkohol (Symbolfoto)

Es gibt nichts, was nicht möglich ist, im Silicon Valley an der amerikanischen Westküste. Für Männer. Dort, wo Google, Facebook und Amazon zuhause sind, kommt mit der richtigen Idee Geld in Haufen. Und mit dem Geld Partys, Drogen und Frauen, ebenso zuhauf. Alles ganz legal. Und die Moral? Danach fragt man besser nicht.

So zumindest beschreibt Emily Chang, Journalistin des US-Senders "Bloomberg Television", die Zustände im mächtigsten Tal der Welt. Chang hat ein Buch geschrieben, zwei Jahre lang hat sie eigenen Angaben zufolge daran gearbeitet. Es trägt den Titel "Brotopia" und erzählt von exklusiven Sex-Partys im Valley, von mit Drogen vollgepumpten Menschen, von Männern, die vieles haben und noch mehr wollen und Frauen, die wenig zu erwarten haben. Changs "Brotopia" erscheint im Februar, die "Vanity Fair" hat bereits jetzt einen Auszug veröffentlicht. Ja, im Valley können Träume wahr werden. Albträume aber auch. 

Buch über das Silicon Valley: Partys, Drogen, Sex

Traum und Albtraum beginnen dabei laut Chang in derselben Nacht: Einmal im Monat etwa, heißt es in dem Buchauszug auf "Vanity Fair", träfen sich die Firmengründer und CEOs, die Chefs, Vorgesetzten und Vizevorsitzenden des Valleys zu einem Besäufnis. Mal nahe San Francisco, mal in der Weinregion von Napa Valley, mal in Malibu oder auch mal auf Ibiza. Offenbar immer ist es eine ausschweifende Party, die ein ganzes Wochenende dauere. Und offenbar immer mit dabei: jede Menge Drogen, jede Menge Frauen und jede Menge Sex.

Man treffe sich am frühen Abend, schreibt Chang, koche auch mal zusammen, dazu fließt der Alkohol. "Nach dem finalen Gang sind die Drogen dran." Chang berichtet von Ecstasy, von Kuschelorgien und Küssen, von Paaren und Grüppchen, die einfach irgendwann irgendwohin verschwinden. Nach dem Frühstück beginne alles wieder von vorn. "Eat, drugs, sex, repeat", fasst sie zusammen. Einige der Männer, die ihre Jugend vorwiegend mit Computer-Spielen verbracht hätten, lebten im Valley nun ihre wildesten Fantasien.

Silicon Valley: Wie die Party, so das Geschäft

"Wenn sich das Ganze aufs Private beschränken würde, wäre das eine Sache", meint Chang. "Doch was auf diesen Sex-Partys passiert, (...) bleibt unglücklicherweise nicht da. Das sorgenlose Sexleben der Männer - von der Elite bis zu den einfachen Soldaten - hat Folgen auf die Art und Weise, wie im Silicon Valley Business gemacht wird." Auf den Partys seien Frauen gern gesehen. Aber das echte Business im Silicon Valley bleibe vor allem eines: Männersache. 

"Die weiblichen Gäste (auf den Partys, Anm.d.Red.) haben unterschiedliche Qualifikationen", schreibt die Buchautorin. "Wenn du attraktiv, willig und (normalerweise) jung bist, musst du dir keine Sorgen über deinen Lebenslauf oder dein Bankkonto machen." Männer dürften so viele Frauen wie sie nur möchten zur Party mitnehmen, umgekehrt gelte das nicht. Manchmal kämen so auf einen männlichen Party-Gast zwei Frauen. "Damit die Männer genug Auswahl haben." Frauen hingegen würden an den Partys teilnehmen, "um ihre Leben zu verbessern", zitiert Chang eine Geschäftsfrau. Die sagt: "Frauen sind eine unterprivilegierte Klasse im Silicon Valley."

"Das Problem ist", schreibt Emily Chang, "dass diese Art von sexueller Abenteuerlust für Frauen gemeinhin mehr Konsequenzen bereithält als für Männer, ganz besonders wenn es um die Karriere geht." Männer würden auf den Sex-Partys und in Strip-Lokalen Geschäfte abschließen. Frauen hingegen riskierten bei solchen Events ihre Glaubwürdigkeit und den Respekt ihrer Kollegen. Chang zitiert eine Unternehmerin mit folgenden Worten: "Wenn du an den Partys teilnimmst, denk' gar nicht daran, ein Unternehmen zu gründen oder nach Investoren zu suchen. Die Türen sind zu. Wenn du aber gar nicht teilnimmst, bist du genauso draußen. Du bist verdammt, wenn du mitmachst, und verdammt, wenn du es sein lässt." 

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pg