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startup-sieger: Cardioberlin: Schwache Herzen stark machen

Es ist eine traurige Statistik: Im Jahr 2000 hätten über 6.000 Menschen eine Herztransplantation benötigt. Aber nur 450 Kranke, also nicht einmal einer von 13, haben tatsächlich das dringend benötigte Spenderherz erhalten. Unwahrscheinlich, dass das Verhältnis in diesem Jahr bedeutend anders aussieht. Für die vielen Betroffenen, die längere Zeit auf ein Spenderherz warten müssen, gibt es nur eine Hoffnung: So genannte Herzunterstützungs-Systeme sollen dem Patienten dabei helfen, die Zeit mit dem schwachen alten Herz solange zu überbrücken, bis ein Spenderherz zur Verfügung steht. Obwohl solche Systeme bereits seit zirka zehn Jahren im Einsatz sind, weisen sie noch einige Schwachpunkte auf, sodass viele Kranke trotz Herzunterstützungs-System sterben, bevor die lebensrettende Operation durchgeführt werden kann.

Die Cardioberlin GmbH

hat sich zum Ziel gesetzt, diese Schwachpunkte zu beseitigen. Auf diese Weise sollen die Herzunterstützungs-Systeme nicht nur zur Überbrückung dienen, sondern, als Alternative zur Transplantation, das Überleben der Patienten auch mit dem alten Herz ermöglichen.

Um das zu erreichen,

müssen vor allem zwei Gefahrenquellen ausgemerzt werden: die Bildung von Thromben (Blutgerinnsel) und das Entstehen von Infektionsherden.

Um die Thrombenbildung

zu verhindern, kann Cardioberlin auf Messmethoden und Untersuchungen zur Blutströmung zurückgreifen, die schon seit vielen Jahren durchgeführt werden. Die entscheidenden Fragen: Auf welchen Wegen lässt die mechanische Pumpe das Blut durch die Klappen und Hohlräume des Herzens strömen? Und wo sind mögliche Stauräume, die zu einem Blutgerinnsel führen können? Mithilfe der Untersuchungsergebnisse ist es Cardioberlin gelungen, die Strömungstechnik zu optimieren und die Gefahr der Thrombenbildung auf ein Minimum zu reduzieren.

Um das Risiko von Infektionen

zu unterbinden, war ein völlig neuer Ansatz nötig. Das Problem: Herzunterstützungs-Systeme benötigen Energie. Die herkömmlichen Systemen werden über eine Leitung, die durch die Haut des Patienten führt, mit Energie versorgt. Die Gefahr einer Infektion ist dadurch enorm hoch. Das von Cardioberlin entwickelte System kann dagegen vollständig implantiert werden. Die Energieversorgung geschieht drahtlos.

Bis zur endgültigen Entwicklung

des neuen Herzunterstützungs-System wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Der Gründer von Cardioberlin, Prof. Dr. Klaus Affeld, geht davon aus, dass die Forschungen in drei Jahren abgeschlossen sein werden. Erst dann kann der Einsatz seines System für den medizinischen Betrieb in Angriff genommen werden.

Kontakt:

Cardioberlin GmbH

Prof. Dr.-Ing. Klaus Affeld

Gubener Straße 47

10243 Berlin

Fon: 030 / 450 553 801

Fax: 030 / 450 553 938

Mail: info@cardioberlin.de

http://www.cardioberlin.de

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