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Tipps für die Bewerbung: Bloß nicht 08/15

Wer im Herbst eine Ausbildung beginnen will, für den ist jetzt höchste Eisenbahn, seine Bewerbung abzuschicken. Doch auf dem Weg zur erträumten Stelle lauern etliche Fallen und Fettnäpfchen. stern.de hat die besten Tipps für die Bewerbung zusammengestellt.

Von Britta Hesener

Endlich die Schule hinter sich lassen. Keine lästigen Lehrer mehr, keine muffige Klassenräume und keine schwierigen Tests mehr. Stattdessen raus ins Leben, ein Lehre machen, Mitglied der arbeitenden Gesellschaft werden. Füllfederhalter und Schulheft gegen PC oder Maurerkelle, Backblech oder Friseurschere eintauschen. Jahr für Jahr träumen Schüler kurz vor dem Schulabschluss von einem Leben als Auszubildende. Und Jahr für Jahr stehen sie vor dem gleichen Problem: die Bewerbung.

Sie ist das entscheidende Hindernis, das es zu überwinden gilt, um an die begehrte Lehrstelle zu kommen. Doch wie sieht eine gute Bewerbung aus? Bewerbungsexperte Jürgen Hesse vom Büro für Berufsstrategie rät: "Hauptsache keine Nullachtfünfzehn-Bewerbung abgeben. Eine individuelle Note weckt Aufmerksamkeit." Es gilt, sich mit Klasse aus der Masse der Bewerber hervorzuheben.

Wie das geht, welche Details entscheidend sind und worauf Personaler und Chefs achten - stern.de hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Die erste Kontaktaufnahme: Wer kommuniziert, gewinnt

Nach reiflicher Überlegung und Durchforsten der Stellenanzeigen ist der passende Ausbildungsbetrieb gefunden. Doch wie sieht das weitere Vorgehen aus: Direkt eine schriftliche Bewerbung schicken oder lieber erst anrufen und sich informieren? Die Antwort des Bewerbungsexperten Jürgen Hesse ist eindeutig: Am besten erst anrufen oder aber gleich einen Besuch abstatten - trotz oder gerade wegen der Hemmungen, die die meisten haben. Betriebe wissen, dass gerade junge Leute Hemmungen haben, anzurufen. Umso mehr wissen sie es zu schätzen, wenn sich potenzielle Bewerber überwinden. Das gilt allerdings nur für kleinere oder mittelständische Unternehmen. Bei großen Konzernen sollte man besser eine Email schreiben.

Mit einem freundlichen Anruf können Ausbildungssuchende aber noch mehr beweisen, nämlich dass sie kommunikationsstark sind. Kommunikation ist die wichtigste Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit. Entsprechend hoch rechnen Personaler und Chefs es an, wenn sich jemand am Telefon gut ausdrücken kann.

Die Bewerbungsmappe: Hauptsache schlicht

Es gibt sie in der Plastik- oder Pappversion, in rot oder blau, gelb oder schwarz. Was rät der Bewerbungsexperte? Wie sieht die perfekte Bewerbungsmappe aus? "Möglichst schlicht", sagt Jürgen Hesse, alles andere sei eher nebensächlich. Mit einer Ausnahme: die dreigeteilte Bewerbungsmappen zum Auseinanderfalten. Vor allem in den Personalabteilungen großer Betriebe ist sie wegen ihrer Umständlichkeit äußerst unbeliebt und wird meist schon beim ersten Blick auf dem "Abgelehnt"-Stapel gelegt.

Mitdenken hilft

Gerade in großen Betrieben landen oft mehrere Hundert, wenn nicht Tausend Bewerbungsmappen auf den Schreibtischen der Personalabteilung. Am Ende werden dann meist nur ein oder zwei Bewerber eingestellt. Der Rest der Mappen muss - im Idealfall - zurückgeschickt werden. Umso mehr freuen sich die Personalreferenten über einen Hinweis des Bewerbers, dass sie die Mappe im Fall einer Absage vernichten dürfen. Dieser Hinweis kann das entscheidende Detail sein für einen Einladung zum Vorstellungsgespräch. Denn mit ihm zeigt man, dass man mitdenkt und ein Gefühl für organisatorische Abläufe hat.

Die Bewerbungsunterlagen: Vollständigkeit wird vorausgesetzt

Jede Bewerbung sollte folgende Bestandteile - in dieser Reihenfolge - enthalten:
- ein Anschreiben, - einen Lebenslauf und - die Zeugnisse der letzten beiden Schulhalbjahre.

Wer mag, kann auch noch ein Deckblatt mit Foto und Berufswunsch und eine so genannte "Seite Drei" in die Mappe heften. Diese Seite ist eine Art zusätzliches Anschreiben und kann unter der Überschrift "Was Sie noch über mich wissen sollten" oder "Warum ich mich gerade für Ihre Firma entschieden habe" formuliert werden. Hier gilt: Sie kann beeindrucken, aber nur wenn sie gut getextet ist.

Wer sie hat, sollte unbedingt auch Praktika-Nachweise oder Nachweise anderer für den Beruf relevanter Qualifikationen in die Mappe heften. Generell ist zu beachten: Alles, was für den Bewerber spricht, sollte auch in seiner Mappe zu finden sein.

Das Bewerbungsfoto: Bitte lächeln!

Das Foto ist - neben dem Lebenslauf - der wichtigste Bestandteil einer Bewerbung. "Mit ihm werden emotionale Weichen gestellt", sagt Bewerbungsexperte Jürgen Hesse. Als Faustregel gilt darum, sich möglichst sympathisch auf dem Bild zu präsentieren. Also lächeln und nicht zu ernst schauen. Oft hilft es, nach der Meinung von Freunden und Familie zu fragen. Finden sie, dass man auf dem Foto gut aussieht und vor allem nach jemandem, der zu dem gewünschten Beruf passt, dürfte es das richtige Foto sein.

Bloß kein Automatenfoto

Auf gar keinen Fall sollte man ein billig wirkendes Bild aus dem Bahnhofsautomaten oder einen Schnappschuss aus dem letzten Mallorca nehmen. Auch wenn er ein paar Euro mehr kostet, der Besuch bei einem professionellen Fotografen lohnt sich. Er weiß genau, welche Pose und welcher Gesichtsausdruck am besten wirkt, wie die Haare liegen sollten und wie man in die Kamera schauen muss, um möglichst sympathisch zu wirken.

Was die Kleidung, die Schminke und die Frisur betrifft, so sollten sie dem Beruf entsprechend ausfallen. Männer, die sich zum Beispiel bei einer Bank bewerben, sollten Anzug Krawatte tragen, Frauen sich möglichst seriös kleiden. Wer sich dagegen zum Maurer, Schreiner oder Bäcker ausbilden lassen möchte, kann auf die Krawatte zwar verzichten, sollte sich aber trotzdem ordentlich kleiden. Für einen Ausbildungsplatz in einer Boutique sollte es hingegen ein schickes, modernes Outfit sein. Allerdings sollte es nicht zu auffällig und nicht zu freizügig wirken. Frauen sollte auf tiefe Ausschnitte verzichten.

Ungewöhnliches Format schafft Aufmerksamkeit

Um aus der Masse der Bewerber heraus zu stechen, empfiehlt Jürgen Hesse ungewöhnliche Fotoformate zu wählen. Statt des typischen, länglichen Formates empfiehlt der Experte ein quadratisches oder querformatiges Bild.

Am Ende sollte das Foto entweder ganz klassisch auf den Lebenslauf oder aber auf das Deckblatt geklebt werden.

Lebenslauf: Unterschrift nicht vergessen

Der Lebenslauf ist das Herzstück der Bewerbung. Was seine Gestaltung angeht, gibt es keine festen Regeln. Er sollte übersichtlich, vollständig und nicht länger als drei bis vier Seiten sein. Zu den Standardangaben gehören Name, Geburtsdatum (beides an erster Stelle), Adresse, Foto (kann auch aufs Deckblatt) die Schullaufbahn und -abschlüsse. Ausbildungssuchende haben allerdings meist nicht genug Stationen und Qualifikationen vorzuweisen, um vier Seiten damit zu füllen. Sie sollten ihren Lebenslauf vielmehr nutzen, um sich auf ein bis zwei Seiten für den Betrieb möglichst interessant zu machen. Hobbys, Interessen, Lieblingsfächer - alles, was Aufschluss über ihre positiven Seiten gibt, sollten in ihm aufgeführt werden.

Aktuelles kommt zuerst

Was die zeitliche Reihenfolge beispielsweise der Schullaufbahn oder Praktika betrifft, hat es sich eingebürgert, mit den Aktuellsten zu beginnen, also von heute ausgehend zurück in die Vergangenheit.

Auf keinen Fall darf die Unterschrift fehlen. "Ein Lebenslauf ohne Unterschrift, das wäre so, als würden Sie einen Scheck über eine Million Euro ohne Unterschrift einreichen", sagt Bewerbungsexperte Jürgen Hesse. Mit ihr versichert der Bewerber, dass er zu seinen Daten steht und dass sie der Wahrheit entsprechen. Mehr noch. Die Unterschrift kann viel über die Persönlichkeit aussagen. Unternehmen achten immer mehr darauf, wie Bewerber unterschreiben: Kindlich oder erwachsen, zurückhaltend oder selbstbewusst.

Vorname schafft Verbundenheit

Außerdem rät der Experte, unbedingt mit Vor- und Zunamen zu unterschreiben. Mit Vornamen verbindet man Sympathien. Wer Peter, Susanne, Franz oder welchen Vornamen auch immer lese, denke sofort darüber nach, ob er jemanden mit diesem Namen kenne, erklärt Hesse. In der Regel würden ihm dann Menschen einfallen, die er gut leiden könne und diese Emotionen dann auf den Bewerber übertragen.

Das Anschreiben: Ein untergeordnetes Muss

Gerade für junge, unerfahrene Bewerber ist das Anschreiben oft das größte Problem. Doch so viel Mühe sie oftmals hineinstecken, so ernüchternd sind die Worte des Bewerbungsexperten Jürgen Hesse: "Das Anschreiben wird in der Regel direkt zur Seite gelegt." Fehlen darf es in einer Bewerbungsmappe dennoch nicht. Rein formell sollte es die Adresse des Bewerbers, die der angeschriebenen Firma, das Datum, eine Betreffzeile, Anrede, Grußformel und Unterschrift enthalten. Zudem sollte es nicht länger als eine Seite sein.

Keine Allgemeinplätze

In dem Anschreiben sollte der Bewerber zum Ausdruck bringen, warum er sich gerade in dieser Firma, in diesem Beruf ausbilden lassen möchte und was ihn für diese Arbeit qualifiziert. Bewirbt sich jemand zum Beispiel um einen Ausbildungsstelle als Koch, könnte er in die Bewerbung schreiben, dass er gute Saucen liebt, sie für ihn zu jedem guten Gericht gehören und er lernen möchte, wie man sie zubereitet.

Auch beim Anschreiben gilt: Möglichst keine Nullachtfünfzehn-Sätze formulieren. Also auf gar keinen Fall mit einem nichts sagenden Satz wie "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit möchte ich mich bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz bewerben.", anfangen. Der Experte empfiehlt, etwas forscher vorzugehen und eine direkte Anrede zu wählen. Zum Beispiel: "Sehr geehrte Frau Meyer, ich bin die Auszubildende, die sie suchen."

Ähnlich forsch sollte man den letzten Satz formulieren. Statt eines "Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden", etwas selbstbewusster formulieren: "Ich freue mich, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen." Ein Hingucker, mit dem man auf jeden Fall auf sich aufmerksam macht, ist ein 'P. S.'. Das könnte zum Beispiel im Falle des oben genannten Bewerbers um eine Ausbildungsstelle als Koch ein Satz sein wie: "Ihr Restaurant ist das Stammlokal meiner Eltern." Über Komplimente freut sich schließlich jeder.

Wer weniger forsch sein möchte, könnte die Erlaubnis zur Vernichtung der Bewerbungsmappe (siehe "Die Bewerbungsmappe: Hauptsache schlicht") dort unterbringen. Zum Beispiel: "Ich bin kein Pessimist, aber sollte Sie mich nicht für die Ausbildungsstelle auswählen, erlaube ich Ihnen, meine Bewerbungsunterlagen zu vernichten."

Das Warten danach: Anrufen oder abwarten

Die Bewerbung ist abgeschickt und dann fängt das Warten auf eine Antwort an. Nach zwei Wochen hat man immer noch nichts gehört und wird langsam nervös. Anrufen und nachfragen oder geduldig sein und auf Rückmeldung warten, ist die Frage. Generell sollte man den Betrieben ein wenig Zeit geben. Gerade große Firmen bekommen oftmals mehrere hundert Bewerbungen zugeschickt. Mindestens zwei bis drei Woche sollte man warten, bevor man anruft und nachfragt. Und dann ist Höflichkeit am Telefon das oberste Gebot. Vorsichtig und freundlich nachfragen, kommt immer gut an. Fordernd nachzuhaken, warum sich denn bitte schön noch niemand gemeldet hat, kann hingegen das Aus für die Bewerbung bedeuten.

Um die nervenaufreibende Wartezeit sinnvoll zu nutzen, sollte man am besten direkt noch ein paar Bewerbungen an andere Betriebe schicken. Mindestens zehn im Idealfall 20 oder 30. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass man zumindest von einer Firma schon bald eine Antwort bekommt, umso höher.

Das Vorstellungsgespräch: Vorbereitung ist alles

Was das passende Outfit und Auftreten für das Vorstellungsgespräch betrifft, so gelten dieselben Regeln wie für das Bewerbungsfoto (siehe "Das Bewerbungsfoto: Bitte lächeln). Es gilt, sich möglichst sympathisch und offen zu präsentieren. Der erste Eindruck ist auch beim Vorstellungsgespräch äußerst wichtig. Ein freundlicher Händedruck und eine aufrechte Körperhaltung können dabei nur behilflich sein.

Auf keinen Fall unvorbereitet erscheinen

Noch wichtiger ist es allerdings, sich auf das Gespräch vorzubereiten. Man sollte sich über die Firma, bei der man sich bewirbt, genauso informieren wie über den Ausbildungsberuf. Möchte man sich etwa zum Schwimmmeister ausbilden lassen, sollte man nicht nur wissen, dass die offizielle Bezeichnung für den Beruf Meister/in für Bäderbetriebe lautet, das Schwimmbecken soundsoviel Meter lang und tief ist, sondern auch Badekleidung und Handtuch zum Gespräch mitnehmen. Es könnt sein, dass der zukünftige Ausbilder die Schwimmleistungen direkt überprüfen möchte.

Im Regelfall werden allerdings "typische" Vorstellungsgespräche geführt. In 90 Prozent der Fälle werden dabei immer drei Fragen eine Rolle spielen:
1. Warum haben Sie sich ausgerechnet bei uns beworben?
2. Wer sind Sie, erzählen Sie etwas von sich.
3. Was sollten wir besser nicht von Ihnen wissen, was sind Ihre schlechten und was Ihre guten Eigenschaften?

Auf diese Fragen sollte man sich unbedingt vorbereiten und die passenden Antworten parat haben. Wer dasitzt wie ein stummer Fisch, wird garantiert nicht punkten können. Und selbst wenn man nicht weiß, was man sagen soll, gilt: Immer freundlich bleiben, niemals trotzig oder zickig werden.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(