Vorsätze Im nächsten Jahr wird alles anders...


Wenn an Silvester die Sektkorken knallen, schlägt wieder die Stunde der guten Vorsätze. Wie aber setzt man die gesteckten Ziele erfolgreich in die Tat um?

Wenn an Silvester die Sektkorken knallen, schlägt wieder die Stunde der guten Vorsätze: Abspecken, mehr Zeit für die Familie, Schluss mit dem Rauchen und im Beruf endlich vorankommen. Meistens aber scheitern die Pläne bereits nach wenigen Tagen. Sind gute Vorsätze - wie Oscar Wilde einst spottete - nur nutzlose Versuche, die Naturgesetze außer Kraft zu setzen? Die Karriereexperten Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader vom Büro für Berufsstrategie sind da optimistischer: "Mit einer gründlichen Analyse und der richtigen Strategie ist es durchaus möglich, festgefahrene Verhaltensmuster dauerhaft zu verändern."

Die beiden Arbeitsexperten wissen, die meisten Probleme haben Ihren Ursprung im beruflichen Umfeld: Gibt es Spannungen in der Partnerschaft, liegt das häufig an einer zu großen Arbeitsbelastung. Unausgewogene Ernährung und zu wenig Bewegung haben oft mit einem enormen Termindruck zu tun. Sogar die Ursachen für manche Krankheiten findet man am Arbeitsplatz.

Mit der richtigen Strategie zum Ziel

Zahlreiche Menschen leiden unter Magenbeschwerden und Angstgefühlen, weil sie sich im Job nicht richtig durchsetzen können oder der Druck zu stark ist. Sie gehen Konflikten aus dem Weg und lassen sich zu viele Aufgaben aufladen. "Gute Vorsätze sind aber meistens nur dann zu verwirklichen, wenn man beim Beruf ansetzt", so Hesse und Schrader. "Bringen Sie deshalb im neuen Jahr Ordnung in Ihr Berufsleben!"

Doch allein mit der Problemanalyse ist es nicht getan. Vielmehr bedarf es noch der richtigen Strategie: "Um Ihre guten Vorsätze langfristig zu verwirklichen, sollten Sie sich konkrete, messbare Ziele setzen", raten die Psychologen. Also nicht nur ins Auge fassen, künftig weniger zu arbeiten, sondern sich vornehmen, jeden Abend zu einer ganz bestimmten Uhrzeit das Büro zu verlassen.

Die Macht der (schlechten) Gewohnheiten sollte man nicht unterschätzen

Zudem ist es sinnvoll, ein größeres Ziel in kleine Etappenziele aufzuteilen. Hesse: "Wollen Sie im Beruf selbstbewusster werden, ist das natürlich nicht von heute auf morgen zu erreichen. Verschaffen Sie sich das nötige Know-how, setzen Sie das Erlernte Schritt für Schritt um und halten Sie Ihre Erfolge schriftlich fest." Einzelkämpfer haben es jedoch schwer: "Es ist ratsam, in dieser sensiblen Umstellungsphase die Hilfe eines professionellen Coachs in Anspruch zu nehmen oder motivierende Karriereseminare zu besuchen. Damit geben Sie Ihren Plänen die notwendige Verbindlichkeit und bekommen ein ehrliches Feedback."

Die Macht der (schlechten) Gewohnheit sollte man nicht unterschätzen. Das bestätigt auch der Wissenschaftler James Prochaska aus den USA. Seinen Untersuchungen zufolge werden 80 Prozent aller Vorsätze nicht umgesetzt, 23 Prozent scheitern sogar schon in der ersten Januarwoche. Schuld daran sind unbewusste Gedächtnisprozesse. Während neues Verhalten mühsam erlernt werden muss, schleichen sich alte Gewohnheiten ganz automatisch wieder ein. Hesse weiß, wie man dieses Problem in den Griff bekommt: "Formulieren Sie Ihre Vorsätze positiv, nicht negativ. Anstatt zu sagen 'Ich will mich von den Kollegen nicht mehr unterbuttern lassen', überlegen Sie lieber, wie Sie in bestimmten Situationen souverän kontern."

Der Jahresbeginn ist ein perfekter Zeitpunkt

Den Jahresbeginn hält das Berater-Duo für einen geeigneten Zeitpunkt, um damit zu beginnen, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen: "Wenn Sie ein paar Tage frei haben und entspannt sind, fallen die ersten Schritte zu einer Verhaltensänderung wesentlich leichter. Ergreifen Sie darum jetzt die Initiative."

Das Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader bietet in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München Beratungen und Seminare zu den Themen Beruf und Karriere an - sowohl für Unternehmen als auch Einzelklienten. Für die Qualität und Aktualität des Know-hows sprechen die langjährige Beratungspraxis sowie die millionenfache Auflage der Ratgeber des Autorenteams Hesse/Schrader.


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