Umfrage Aufwendige Mitarbeitersuche durch Konjunkturflaute


Die wirtschaftlich angespannte Situation sorgt derzeit für viel Stress in den europäischen Personalabteilungen. Jedes zehnte Unternehmen verzeichnet einen Bewerberanstieg von über 50 Prozent.

Die wirtschaftlich angespannte Situation sorgt derzeit für viel Stress in den europäischen Personalabteilungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Anfang 2004 durchgeführte Befragung, die das Karriereportal StepStone in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut easyquest in sieben europäischen Ländern durchführte.

Demnach verzeichnen knapp zwei Drittel der 1.600 befragten Unternehmen deutlich steigende Bewerbungseingänge - jedes zehnte Unternehmen sogar einen Anstieg um mehr als 50 Prozent. Mit einer Steigerung der Bewerbungseingänge von satten 81 Prozent verzeichnen die niederländischen Firmen den größten Zuwachs - bei jedem fünften niederländischen Unternehmen ist die Zahl um mehr als die Hälfte gestiegen. Einen ähnlich starken Zuwachs an Kandidaten, die ihre Bewerbungsunterlagen einreichen, erfahren mit 70 Prozent die deutschen Personalabteilungen. Insgesamt ist bei lediglich 9 Prozent der Befragten der Anteil der Bewerbungen im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig gewesen.

Trotz Bewerberflut können wenige Personalmanager freie Stellen schnell besetzen

Weiterhin ist im direkten Vergleich zu den Vorjahren für viele Unternehmen die Mitarbeitersuche aufgrund der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt schwieriger geworden. So gaben 64 Prozent der europäischen Personalmanager an, dass es heute deutlich umfangreicher und mühsamer geworden ist, die richtigen Kandidaten zu finden. Mit dem sprunghaften Anstieg der Bewerbungseingänge ist auch gleichzeitig die Anzahl der unpassenden Bewerbungen stark gestiegen. Diese Erfahrung machen mit 70 Prozent verstärkt die befragten deutschen und italienischen Unternehmen. Nur 17 Prozent der europäischen Personalmanager profitieren von der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und können heute freie Stellen schneller besetzen.

Im Rahmen der Studie zum Thema "Aktuelle Trends auf dem Bewerbermarkt" wurden insgesamt 1.635 Personalmanager aller Unternehmensgrößen und -branchen in Dänemark, Norwegen, Schweden, Deutschland, Italien, Belgien und Holland befragt.


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