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Umfrage zum Umzugsverhalten: Frauen ziehen für die Liebe um, Männer für den Job

Warum ziehen die Deutschen um und wie oft? Wer ist heimatverbunden und wen zieht es in die Ferne? Und wie unterscheidet sich das Umzugsverhalten von Männern und Frauen? Eine Studie gibt Antworten.

Von Daniel Bakir

Frauen ziehen häufiger für ihren Partner um als Männer

Frauen ziehen häufiger für ihren Partner um als Männer

Die moderne Arbeitswelt erfordert von einigen, dass sie dahin ziehen, wo sie eine Arbeit finden. Die große Mehrheit findet aber offenbar auch ohne Umzug einen Job: Gerade mal jeder vierte Deutsche ist schon Mal wegen eines Jobs umgezogen. Für die Liebe dagegen packte bereits jeder Zweite schon mindestens einmal die Umzugskisten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Immobilienportals Immonet. Die Antworten der rund 1000 Befragten fördern weitere interessante Fakten zutage.

  • Den Luxus, der Liebe den Vorzug vor dem Job zu geben, leisten sich vor allem Menschen mit mittleren Einkommen. Sie finden offenbar in ihrer Umgebung am ehesten einen adäquaten Job. Haushalte mit sehr geringem oder sehr hohem Einkommen ziehen dagegen hauptsächlich wegen des Berufes um.
  • Frauen (4,6 Mal) und Männer (4,4 Mal) ziehen in ihrem Leben ungefähr gleich oft um. Die Gründe spiegeln aber noch deutlich die traditionellen Geschlechterrollen wider: 55 Prozent der Frauen sind schon mindestens einmal für ihren Partner umgezogen, bei den Männern sind es 43 Prozent. Für einen Job haben dagegen nur 21 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer schon die Kisten gepackt.

  • Die Heimatverbundenheit ist nach wie vor hoch: Mehr als ein Drittel aller Umzüge geht innerhalb des eigenen Ortes über die Bühne. Nur jeder Zehnte überschreitet die Grenzen seiner Region und nur vier Prozent sind schon einmal ins Ausland gezogen.
  • Auch regionale Unterschiede fördert die Umfrage zutage: Norddeutsche ziehen mit durchschnittlich 4,8 Mal am häufigsten um, Ostdeutsche am seltensten (4 Mal).
  • Zwei von drei Menschen, die auf dem Land aufwachsen, ziehen bei ihrem ersten Umzug in die Stadt. Bei den Großstädtern ist es genau andersherum: Nur etwas mehr als jeder Dritte verlässt beim ersten Mal die Stadtgrenzen.
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