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Weihnachtspakete sollen liegen bleiben: Verdi droht Amazon mit Streik im Advent

In der Weihnachtszeit boomt das Geschäft bei Amazon. Die Gewerkschaft Verdi will den Online-Versandhändler seit Monaten zum Abschluss eines Tarifvertrages bewegen. Nun droht sie mit Streik im Advent.

Unterm Weihnachtsbaum könnten diesmal manche Geschenke fehlen: Die Gewerkschaft Verdi hat wieder Streiks beim US-Versandhändler Amazon angekündigt. "Hundertprozentig legen wir über Advent die Arbeit nieder", sagte der Verdi-Vertreter des Online-Versandriesen in Bad Hersfeld, Heiner Reimann, dem Magazin "Focus". Neben dem Standort Bad Hersfeld gelte das auch für die Niederlassung in Leipzig. "Ziel ist natürlich, dass Weihnachtspakete liegen bleiben."

Seit Monaten organisiert Verdi einen Arbeitskampf, um einen Tarifvertrag mit dem Versandhändler zu erzwingen. Amazon Deutschland reagierte laut "Focus" gelassen auf die Streikankündigungen: Das Unternehmen sei "gut vorbereitet". Verdi fordert von Amazon eine Bezahlung, die dem Branchentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels entspricht. Das Unternehmen orientiert sich an der niedrigeren Bezahlung in der Logistikbranche.

Amazon ist der weltgrößte Online-Versandhändler. Er hat in Deutschland acht Versandlager und rund 9000 Mitarbeiter. Ein neuntes Logistikzentrum soll 2013 im brandenburgischen Brieselang entstehen.

vim/DPA/AFP / DPA