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Musik: EMI will Musikgeschäft von Time Warner

Die Bertelsmann-Tochter BMG hat nun einen offiziellen Mitbewerber für die Übernahme von Warner Music: Der britische Musikkonzern EMI bestätigte den Beginn von nicht-exklusiven Gesprächen.

Sollte die Übernahme des Musikgeschäfts von Time Warner gelingen, würde EMI zum zweitgrößten Musikkonzern dicht hinter der französischen Universal Music aufsteigen. EMI hätte einen Weltmarktanteil von 24 Prozent, Universal von 26 Prozent. Bertelsmann und Time Warner hatten seit Wochen ohne Ergebnis über ein Joint Venture von jeweils 50 Prozent verhandelt. Die Gespräche gehen noch immer weiter, sind aber seit vergangener Woche nicht mehr exklusiv. Die Gespräche mit EMI sind jedoch noch in einem sehr frühen Stadium - und ein Erfolg keineswegs garantiert.

Kauf auch durch Aktientausch

Nach einem Bericht der «Sunday Times» hat EMI 1,5 Milliarden Dollar für die Musiksparte des US-Konzerns geboten. Demnach will EMI 1 Milliarde Dollar in bar und die restlichen 500 Millionen Dollar in Aktien zahlen. Dies würde bedeuten, dass Time Warner in den Besitz eines Viertels der EMI-Aktien käme. Die «Sunday Times» spekulierte auch, dass die Übernahme anders als vor drei Jahren dieses Mal von den EU-Wettbewerbshütern genehmigt werden könnte. Die Zeitung verwies auf den Einbruch in der Musikbranche unter anderem durch die Internet-Piraterie.

Robbie Williams und Madonna unter einem Dach?

EMI hat unter anderem Robbie Williams, Norah Jones und Kylie Minogue unter Vertrag. Warner Music Group schmückt sich mit Madonna, den Red Hot Chili Peppers, Craig David und Missy Elliott.