HOME

Automobilindustrie: Audi-Absatz bricht ein

Jetzt hat die Wirtschaftskrise auch Audi erwischt: Der Autobauer aus Ingolstadt ist mit einem Absatzminus von 28,6 Prozent in das neue Geschäftsjahr gestartet. Ähnlich dramatische Zahlen meldeten auch der Audi-Mutterkonzern Volkswagen und BMW.

Der Autobauer Audi ist mit einem Absatzminus von 28,6 Prozent in das neue Geschäftsjahr gestartet. Das Unternehmen teilte am Freitag in Ingolstadt mit, die Zahl der weltweit ausgelieferten Fahrzeuge sei im Januar auf 56.200 Autos zurückgegangen. Allerdings habe der zum VW-Konzern gehörende Autobauer seine Marktanteile in Deutschland, Westeuropa insgesamt und bei den Premiumautomobilen auch in den USA ausbauen können.

Audi-Marketing- und Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer kündigte eine offensive Strategie an. "Dieses Jahr wird für niemanden einfach", sagte er. Audi wolle dennoch allein im ersten Halbjahr sechs neue Modelle auf den Markt bringen. Der Absatzrückgang im Januar sei sowohl in der allgemeinen Kaufzurückhaltung als auch durch den vergleichsweise sehr guten Vorjahreswert bedingt, erklärte Audi.

Innerhalb des schwierigen Marktumfeldes habe Audi seine Position dennoch weiter stärken können, betonte das Unternehmen. In Deutschland stieg der Marktanteil auf 7,8 Prozent (Januar 2008: 6,7 Prozent). In den USA legte Audi um 0,5 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent des Markts für Premiumautomobile zu. In Westeuropa sei der Marktanteil nach aktuellen Hochrechnungen auf rund 5 Prozent (Vorjahr 3,9 Prozent) gestiegen.

Unternehmenskreisen zufolge muss auch auch die Audi-Mutter, der Wolfsburger Volkswagen-Konzern, im Januar der Krise Tribut zollen. Der Absatz sei im Vergleich zum Vorjahresmonat "in der Größenordnung von rund 20 Prozent" zurückgegangen, hieß es am Freitag.

Auch BMW setzt fast 25 Prozent weniger Autos ab

Einen ähnlich schlechten Start ins Jahr 2009 erlebte BMW. Die Zahl der im vergangenen Monat weltweit ausgelieferten Wagen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce sei um 24,2 Prozent auf 70.400 Einheiten geschrumpft, teilte der Konzern am Freitag mit.

BMW-Vertriebschef Ian Robertson erklärte, die Marktsituation bleibe weiter "sehr herausfordernd". Die Kernmarke BMW verkaufte im Januar 22,1 Prozent weniger von ihren Wagen, noch stärker war der Einbruch bei der Kleinwagenmarke Mini mit minus 34,5 Prozent. Von den Luxuswagen der Marke Rolls-Royce verkaufte der Konzern knapp zehn Prozent weniger.

Ein Plus verzeichnete das gerade erneuerte Flaggschiff, der 7er. Von dem Oberklassemodell verkaufte BMW im Januar mit knapp 2500 Einheiten, 5,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

DPA / DPA