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Autoverkäufe 2010: VW glänzt mit Rekordabsatz

Mit mehr als 7 Millionen verkauften Autos hat Volkswagen ein Spitzenjahr hinter sich gebracht. 13,5 Prozent Absatzplus gegenüber dem Vorjahr bedeuten neuen Rekord. Auf Augenhöhe mit Weltmarktführer Toyota sieht VW-Chef Winterkorn die Marke jedoch frühestens 2018.

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hat im abgelaufenen Jahr weltweit erstmals 7,14 Millionen Fahrzeuge verkauft, das bedeutet eine Steigerung von 13,5 Prozent und einen neuen Absatzrekord. Trotz der erfreulichen Zahlen rechnet VW-Chef Martin Winterkorn aber nicht damit, Weltmarktführer Toyota kurzfristig vom Thron stoßen zu können. "Auch Toyota wird nicht stehenbleiben", sagte Winterkorn am Sonntag im Vorfeld der Automesse in Detroit. Der Konkurrent müsse ernst genommen werden.

Um weiter zuzulegen, auch in den USA, hat VW eine neue Mittelklasse-Limousine für den nordamerikanischen Markt entwickelt. Der Wagen wird weiterhin Passat heißen, ist im Vergleich zu dem in Europa angebotenen Modell aber abgespeckt in der Ausstattung und dadurch billiger. Das Auto feiert in Detroit Premiere und wird in einer extra gebauten Fabrik in Chattanooga, Tennessee gefertigt.

Wachstum in China und Brasilien

"2011 wird ein Schlüsseljahr für Volkswagen", sagte Winterkorn weiter. Europas Autokonzern Nummer eins will in den USA vor allem die starke asiatische Konkurrenz angreifen. Bis 2018 will Volkswagen Toyota beim Absatz einholen und dann auch ähnlich profitabel sein wie sein japanisches Vorbild. Analysten hatten spekuliert, VW könne Toyota wegen der Rekordfahrt schneller an der Weltmarktspitze ablösen. Winterkorn sagte, Volkswagen werde den Absatz im laufenden Jahr weiter steigern. Auf die Frage, wie sich der Konzern schlagen werde, sagte er: "Ich hoffe, noch ein bisschen besser als 2010." Der Weltmarkt werde vermutlich auf 62 bis 63 Millionen Einheiten von 59 Millionen im vergangen Jahr steigen. Das Wachstum dürfte wie im abgelaufenen Jahr vor allem aus China und Brasilien kommen, wo die Autonachfrage nach wie vor hoch ist.

Rivale Toyota rechnet nach früheren Angaben dank des florierenden Asiengeschäfts für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr mit einem konzernweiten Absatz von 7,41 Millionen Einheiten. Die Japaner waren vor einem Jahr wegen einer beispiellosen Rückrufaktion aus dem Tritt gekommen, haben sich inzwischen aber wieder gefangen.

ins/DPA / DPA