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Umstrittener Unternehmenskauf Bayer AG: Der Chemiekonzern hinter dem 56-Milliarden-Deal mit Monsanto

Am 7. Juni übernimmt der Agrarchemiekonzern Bayer den US-Saatgutkonzern Monsanto.
Mit rund 56 Milliarden Euro der bisher teuerste Firmenkauf durch ein deutsches Unternehmen.
Schwere Auflagen aus rund 30 Ländern ließen den ursprünglichen Kaufpreis noch einmal ansteigen.
Während die Produkte ihren Namen behalten werden, wird der Unternehmensname Monsanto nicht fortgeführt.
Umstrittene Geschäftspraktiken genmanipuliertes Saatgut und ein hochgiftiger Unkrautvernichter beschädigten den Namen des Saatgutriesens schwer.
Aber auch Bayer steht regelmäßig in der Kritik.
2001 starben 52 Menschen nach der Einnahme des Medikaments Lipobay 52 Menschen an Nierenversagen.
Bis heute laufen in einigen Ländern Prozesse gegen den Pharma-Konzern.
Nach der Einnahme der Antibabypille Yasminelle erlitt diese Frau eine lebensgefährliche Lungenembolie.
Sue verklagte Bayer 2011 auf 200.000 Euro Schadenersatz.
In den USA zahlte Bayer bereits in einem ähnlichen Fall rund 1,9 Milliarden US-Dollar an tausende Frauen.
Gegründet wurde das Unternehmen 1863 als kleine Farbefabrik in Wuppertal-Barmen.
Heute liegt der  Schwerpunkt der AG  mit einem Jahresumsatz von 35 Mrd. Euro auf der chemischen und pharmazeutischen Industrie.
Berühmtestes Produkt seit mehr als 100 Jahren: Die Aspirin-Tablette.
100.000 Mitarbeiter arbeiten in 70 Ländern für den Konzern mit Sitz in Leverkusen.
Der Kauf macht die Leverkusener nun zum weltgrößten Anbieter von Herbiziden und Saatgut
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Als die Bayer AG 2016 ankündigt hat, den amerikanischen Saatgutriesen Monsanto zu kaufen, kamen schnell kritische Stimmen auf. Monsanto besitzt weltweit einen schlechten Ruf. Was ist  Bayer für ein Unternehmen, das sich nicht am Ruf von Monsanto stört?
Von Marie Mühlenberg

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