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Bayer: Mehr Gewinn, weniger Jobs

Eine beinahe schon "klassische" Meldung liefert der Bayer-Konzern: Trotz steigender Gewinne sollen in der Sparte Pflanzenschutzmittel 1500 Jobs wegfallen - vor allem in Nordamerika, aber auch in Deutschland.

Der Personalabbau ist Teil eines Sparprogramms in Höhe von 300 Millionen Euro, das Bayer der schwächelnden Sparte verordnet hat. Die meisten Jobs sollen in Nordamerika wegfallen, aber auch Deutschland sei betroffen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Gleichzeitig gab Bayer einen deutlichen Gewinnsprung bekannt

Dank florierender Geschäfte der Gesundheits- und der Kunststoffsparte, aber auch durch die Übernahme des Berliner Pharmakonzerns Schering steigerte Bayer im zweiten Quartal den Umsatz um 5,8 Prozent auf mehr als 7 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis stieg sogar um 11,3 Prozent auf 452 Millionen Euro. "Bayer ist strategisch und operativ weiter auf Erfolgskurs", resümierte Vorstandschef Werner Wenning.

Weiter sinkende Umsätze

Auch die Pflanzenschutzsparte CropScience steht nicht allzu schlecht da: Zwar sank der Umsatz um 1,6 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Aber der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 11,2 Prozent auf 368 Millionen Euro. Auf das Gesamtjahr gesehen erwartet Bayer weiter sinkende Umsätze bei CropScience. Deshalb sollen Standorte geschlossen sowie Personal- und Einkaufskosten gesenkt werden.

AP / AP