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Bundeswehrreform Personalabbau bei Berufssoldaten ist schwierig


Problemfall Berufssoldaten. Bei der geplante Reduzierung der Streitkräfte stellt diese Gruppe Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vor besondere Schwierigkeiten.

Bei der anstehenden Reduzierung der Streitkräfte stellt die Gruppe der Berufssoldaten Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vor Schwierigkeiten. Bei den anderen Bundeswehr- Angehörigen sehe er bei der Verkleinerung der Armee von derzeit 220 000 auf 175 000 bis 185 000 weniger Probleme, sagte de Maizière am Dienstag bei seinem Antrittsbesuch bei der Luftwaffe in Laage (Mecklenburg-Vorpommern).

Bei den Zeitsoldaten könne der eine oder andere gefragt werden, ob er nicht nach einer Umschulung früher gehen wolle. Bei den Zivilbeschäftigten schieden jährlich ohnehin 3000 bis 4000 Mitarbeiter aus. Von den 76 000 zivilen Stellen sollen 55 000 bleiben.

"In einer sich verändernden sicherheitspolitischen Lage, wo wir auch die Bundeswehr neu ausrichten müssen, ist für viele Platz und für manche kein Platz mehr", sagte de Maizière. Für diese sollen vertretbare Lösungen gefunden werden. Wie viele Berufssoldaten von der Reform betroffen sein werden, sei Gegenstand der Feinplanung, die derzeit in einem Reformbegleitprogramm erarbeitet wird, sagte der Minister.

Einer der Planer der Reform, Brigadegeneral Martin Schelleis, geht davon aus, dass die Luftwaffe künftig mit einem Drittel weniger Soldaten auskommen muss. Die Luftwaffe müsse möglicherweise stärkere Einbußen als andere Streitkräfte hinnehmen, da bei Einsätzen beispielsweise in Afghanistan eine Infanterieschwäche beklagt werde. Bei der Luftwaffe dienen den Angaben zufolge derzeit rund 42 500 Soldaten inklusive Wehrpflichtige.

cjf/DPA DPA

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