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Bestechungsvorwürfe: Thyssen-Managern drohen Strafbefehle

Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen acht Thyssen-Krupp-Manager. Sie sollen beim Verkauf von Kriegsschiffen nach Südafrika Schmiergelder in Millionenhöhe gezahlt haben. Die Staatsanwaltschaft drängt auf Strafbefehle - Thyssen-Krupp hofft offenbar auf einen Deal.

Von Hans-Martin Tillack

Die Thyssen-Krupp AG und die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft verhandeln in der Korruptionsaffäre um den Verkauf von vier Korvetten an Südafrika über einen möglichen Deal. Bisher blieben die Verhandlungen aber ergebnislos, weil das Unternehmen offenbar höchstens bereit wäre, Geldauflagen gegen die betroffenen Manager zu akzeptieren. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf besteht nach Informationen von stern.de dagegen auf Strafbefehlen.

Es geht um ein Geschäft aus dem Jahr 2000. Damals kauften die Südafrikaner bei einem von der Thyssen Rheinstahl Technik GmbH (TRT) geführten deutschen Konsortium vier Kriegsschiffe des Typs Meko A 200 für beachtliche 612 Millionen Euro - zuzüglich 1,5 Milliarden Rand (nach heutigem Kurs 119 Millionen Euro) für vor Ort in Südafrika hergestellte Zuliefererleistungen.

Ermittlungen greifen deutlich weiter

Seit 2006 ermitteln die Düsseldorfer Staatsanwälte wegen des Verdachts, dass die Thyssen-Tochter mit Schmiergeldzahlungen nachhalf. Die Hinweise darauf hatten sich offenkundig bereits verdichtet - und die Ermittlungen greifen auch deutlich weiter aus als bisher vermutet.

Die Ermittler werfen den Thyssen-Leuten nicht nur Bestechung vor, sondern auch Betrug in einem besonders schweren Fall. Weil die Schmiergeldzahlungen auf die Angebotssumme aufgeschlagen worden seien, zahlten die Südafrikaner offenbar einen deutlich überhöhten Preis. Thyssen-Krupp habe überdies versucht, die illegalen Zahlungen beim Finanzamt Duisburg-Hamborn von der Steuer abzusetzen - und dafür mit wahrheitswidrigen Aussagen operiert. So steht es in einem Rechtshilfeersuchen an die Schweiz vom vergangenen Jahr, das stern.de vorliegt.

Acht Manager von Thyssen-Krupp beschuldigt

Inzwischen führen die Strafverfolger nicht mehr nur fünf Beschuldigte, wie bisher bekannt, sondern zehn. Darunter sind nicht weniger als acht Manager von Thyssen-Krupp. Zumindest zwei amtieren bis heute, zwei weitere verließen die Firma erst vor wenigen Monaten im Rentenalter. Auch ein ehemaliges Vorstandsmitglied wird unter den Beschuldigten geführt.

Um das Korvettengeschäft möglich zu machen, überwies der Konzern 22 Millionen US-Dollar an die liberianische Briefkastenfirma Mallar Inc. - und zwar zwischen April 2000 und Oktober 2001. Die wahren Empfänger, so der Verdacht der Ermittler, waren überwiegend südafrikanische Amtsträger und sogar Kabinettsmitglieder.

Rechtshilfeersuchen an die Schweizerische Bundesanwaltschaft

Die Staatsanwälte sagen, sie könnten den Nachweis führen, dass Thyssen die versprochenen Gelder auch tatsächlich gezahlt habe. So steht es jedenfalls in dem Rechtshilfeersuchen an die Schweizerische Bundesanwaltschaft. Thyssen-Krupp räumt inzwischen die Provisionszahlungen an die Mallar Inc. offen ein. Diese Firma gehöre "dem in Südafrika angesehenen Geschäftsmann Tony Georgiadis", der für Thyssen Rheinstahl Technik "erfolgreiche Vermittlungsdienste erbracht" habe, sagte ein Firmensprecher zu stern.de.

Thyssen-Krupp geht nach den Worten des Sprechers aber weiter "davon aus, dass sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft in ihrer Gesamtheit nicht bestätigen werden." Doch wenn das Unternehmen legitime Provisionszahlungen geleistet hatte - warum mussten diese dann über eine im afrikanischen Liberia registrierte Offshore-Firma geschleust werden? Also über ein Land, in dem eine Firma ihre Eigentümer und Geschäftsführer nicht offen legen muss?

Thyssen-Krupp sagt dazu, Georgiadis habe "erklärt, wirtschaftlicher Eigentümer der Mallar Inc. zu sein". Darum habe man "damals - Mitte der 90iger Jahre - dem Abschluss des Beratervertrags mit der Mallar Inc. zugestimmt".

Er gilt in Südafrika als schillernde Figur

Der 1945 im kenianischen Mombasa geborene Georgiadis wird von der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf bereits als Beschuldigter geführt. Er gilt in Südafrika als schillernde Figur - mit guten Kontakten schon zu den Regierenden der Apartheid-Zeit. Südafrikanische Zeitungen berichteten jüngst, dass Georgiadis als Thyssen-Lobbyist auch Gelder an den African National Congress (ANC) des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki gezahlt habe. Bestechungszahlungen wurden von dem Griechen aber bestritten.

In Südafrika schlägt der Fall bereits seit längerem hohe Wellen. Ein offizieller Untersuchungsbericht von drei südafrikanischen Untersuchungsbehörden kam 2001 zu dem Ergebnis, dass das deutsche Konsortium nur dank einer erstaunlichen Sonderbehandlung überhaupt zum Zuge kam. Anders als ein - billigeres - spanisches Konkurrenzangebot erfüllte das Thyssen-Angebot nicht einmal die technischen Mindestanforderungen und hätte "disqualifiziert werden müssen", heißt es in dem Prüfbericht.

Der Konzern versichert, man habe selbst "ein hohes Interesse an der vollständigen Aufklärung der Vorwürfe" und kooperiere mit den Staatsanwälten. Trotzdem treffen die Ermittler auf Hindernisse.

Betroffene legen Beschwerde ein

In der Schweiz hatten die Staatsanwälte die Beschlagnahmung von Kontendaten der Beschuldigten bei der Credit Suisse First Boston Bank in Zürich erbeten - doch die Betroffenen legten Beschwerde ein. Der Sprecher von Thyssen-Krupp sagt, nach ihrem Kenntnisstand hätten weder das Unternehmen, "noch aktuelle oder ehemalige" Mitarbeiter Widerspruch gegen die Beschlagnahmung eingelegt.

In Südafrika protestierte der Anwalt des dortigen Thyssen-Repräsentanten beim Justizministerium über ein dort ebenfalls eingereichtes deutsches Rechtshilfeersuchen. Die Düsseldorfer Ermittler führten ausländische Behörden mit ihren Vorwürfen regelrecht "in die Irre".

Thyssen-Krupp räumt ein, dass der Verteidiger des Südafrika-Repräsentanten "in einem umfangreichen Schriftsatz an die südafrikanische Justizbehörde das Gesamtszenario dargestellt und dabei auch auf substantielle Fehler in Rechtshilfeersuchen an andere Länder hingewiesen" habe. Es sei aber "das gute Recht eines jeden Strafverteidigers", auch "die Arbeitsweise der Ermittlungsbehörden zu kritisieren".

Kein durchschlagender Erfolg

So oder so hatten die Düsseldorfer Ermittler auch in Südafrika bisher mit ihrem Hilfsersuchen keinen durchschlagenden Erfolg. Mal stieß sich offenbar das Auswärtige Amt in Berlin an Formulierungen in den Schreiben der Düsseldorfer Ermittler. Dann hatten die Justizbehörden in Pretoria Nachfragen, die die Deutschen inzwischen aber beantwortet haben.

Der südafrikanische Oppositionsabgeordnete Eddie Trent fragte die Justizministerin seines Landes, Brigitte Sylvia Mabandla, bereits vor knapp einem Monat schriftlich, ob sie irgend welche Vertreter etwa von Thyssen-Krupp empfangen hat. Eine Antwort der Ministerin, die dem ANC angehört, steht noch aus.

Trent sagte stern.de, er sei "sehr besorgt" über die anscheinend "mangelnde Zusammenarbeit" der südafrikanischen Behörden mit den deutschen Ermittlern.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(