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Nach VW-Skandal: BMW weist Bericht über erhöhte Abgaswerte zurück

Der Abgas-Skandal bei Volkswagen droht sich auszuweiten: BMW hat nun Vorwürfe zurückgewiesen, wonach ihre Dieselfahrzeuge ebenfalls erhöhte Abgas-Werte aufweisen. Bei der BMW Group werde nicht manipuliert.

Die BMW-Zentrale mit Firmenlogo

BMW zu den Manipulationsvorwürfen: "Wir halten uns selbstverständlich in jedem Land an die gesetzlichen Vorgaben".

BMW hat einen Bericht über erhöhte Abgaswerte bei einem seiner Dieselfahrzeuge zurückgewiesen. Das von der "Auto-Bild" zitierte Ergebnis eines Straßentests durch das Forschungsinstitut ICCT sei dem Unternehmen nicht bekannt, erklärte BMW am Donnerstag in München. Es sei daher "derzeit weder nachvollziehbar noch erklärbar". Bei der BMW Group werde nicht manipuliert, "und wir halten uns selbstverständlich in jedem Land an die gesetzlichen Vorgaben und erfüllen alle lokalen Testvorgaben". Bei allen Fahrzeugen werde in der Abgasbehandlung nicht zwischen Rollen- und Straßenbetrieb unterschieden.

Die "Auto-Bild" hatte berichtet, der BMW X3 xDrive 20d habe bei Straßentests des ICCT "auffällige Stickoxidwerte" produziert. Das Dieselfahrzeug habe die europäische Abgasnorm dabei um mehr als das Elffache überschritten. Daraufhin gab der Kurs der BMW-Aktie zeitweise um fast zehn Prozent nach. 

BMW "um Aufklärung" bemüht

BMW verwies auf zwei Studien des ICCT, wonach der BMW X5 wie auch 13 weitere getestete Fahrzeuge des Herstellers die gesetzlichen Anforderungen an Stickstoff-Emissionen erfüllt hätten. Der Autobauer kündigte an, das Forschungsinstitut kontaktieren zu wollen, und "um Aufklärung" des von der "Auto-Bild" zitierten Straßentests zu bitten.

Das ICCT hatte den Anstoß für die Aufdeckung des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen in den USA gegeben. Volkswagen hat eingeräumt, bei Dieselfahrzeugen die Abgaswerte manipuliert zu haben. Im Zuge der VW-Affäre hatten bereits Organisationen wie die Deutsche Umwelthilfe kritisiert, dass die Angaben der Hersteller zu den Emissionswerten deutlich von dem abwichen, was die Fahrzeuge tatsächlich in die Luft bliesen.

amt / AFP
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