Die Börsen in Asien haben die Handelswoche nach dem Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an die iranische Führung deutlich im Minus begonnen. Japans Leitindex Nikkei 225 rutschte nach der feiertagsbedingten Handelspause am Freitag zur Eröffnung zeitweise um knapp fünf Prozent ab. Südkoreas Leitindex Kospi begann die Woche ebenfalls mit rund fünf Prozent im Minus. In der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong sank der Index Hang Seng um etwa 2,8 Prozent, während in China der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem Festland abbildet, zum Start zeitweise 1,4 Prozent nachgab.
Auch auf den Ölpreis haben die Entwicklungen im Iran-Krieg starke Auswirkungen. Der Preis für Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent pendelte weiter deutlich über der 100-Dollar-Marke bei etwa 112 US-Dollar pro Fass (159 Liter) und lag damit mehr als 50 Prozent im Plus gegenüber dem Preisniveau vor Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran.
In der Nacht zu Sonntag (MEZ) hatte US-Präsident Trump den Machthabern im Iran mit der Zerstörung von Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Die Führung in Teheran drohte ihrerseits mit der vollständigen Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge.