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Münchener Hauptbahnhof: Mäuse-Alarm bei Burger-King - und der Betreiber ist ein alter Bekannter

Eine Kundin staunte nicht schlecht, als Montagnacht durch das Restaurant von Burger King am Münchener Hauptbahnhof eine Maus wieselte. Nun zeigt sich: Der Betreiber der Filiale hatte auch mit dem Ekel-Skandal vor drei Jahren bei Burger King zu tun.

Maus bei Burger King

Eine Maus bei Burger King am Münchener Hauptbahnhof

Mäuse-Alarm bei Burger King: Am frühen Morgen des 15. Januar entdeckte Mandy S. eine Maus in der Filiale der Burgerkette am Münchener Hauptbahnhof. Das Tierchen huschte an der Mauer entlang und war ganz offensichtlich auf Nahrungssuche. Sicherlich, eine Maus ist winzig. Aber: Sie ist auch ein Schädling. Zumindest kein gern gesehener Gast in einem Restaurant.

Daher schrieb die angeekelte Kundin an das Unternehmen, schickte sogar Bilder mit und wollte wissen: Was macht Burger King gegen Schädlingsbefall? Tatsächlich räumt Burger King gegenüber der Kundin ein, dass der Mäusebefall in der Filiale bekannt sei. Doch wirklich konkrete Antworten, wie denn nun mit Mäusen in einem Restaurant umgegangen werden soll, bekam die Kundin nicht.

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    Das Prinzip ist ganz einfach: Sagen Sie uns, ob das Fast-Food-Gericht auf dem Foto von McDonald's oder Burger King verkauft wird.

    Burger King lässt Filialen inspizieren

    Gegenüber dem stern erklärt Burger King Deutschland, dass sofort nach dem Hinweis der Kundin reagiert wurde. Der Franchisenehmer habe "zusätzliche Maßnahmen veranlasst und die bestehenden intensiviert", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Konkret begutachteten Experten beide Filialen am Bahnhof. "Das Restaurant wird täglich in regelmäßigen Abständen von den Mitarbeitern vor Ort gereinigt und desinfiziert."

    Maus bei Burger King


    "Gleichzeitig finden mehrmals am Tag Kontrollgänge durch einen Hygienebeauftragten statt, um den einwandfreien und hygienischen Zustand aus Gästesicht zu gewährleisten", so Burger King. "Zusätzlich wird das Restaurant ein Mal jährlich durch ein externes Hygiene-Institut im Rahmen der Einhaltung von Hygienestandards geprüft und beraten." Dennoch: Es ist nicht die erste Maus, die sich in ein Burger-Restaurant in Bahnhofsnähe verirrt. Vor knapp einem Jahr entdeckte ebenfalls ein Kunde eine Maus in einer Burger-King-Filiale am Giesinger Bahnhof. Auffällig: Die Erklärung gegenüber Kunden und der Presse war damals wie heute nahezu wortgleich. 

    Skandal bei Burger King

    Vor gut drei Jahren erschütterte ein Hygieneskandal die Burgerkette, als ein Journalisten-Team um Günter Wallraff unzählige Verstöße und unwürdige Arbeitsbedingungen aufdeckte. Im Mittelpunkt stand damals der größte Franchisenehmer von Burger King, die Yi-Ko Holding. Besonders pikant: Der damalige Betreiber der Holding, Alexander Kolobov, ist auch der neue Chef von rund 90 Burger-King-Restaurants in Deutschland. Nachdem Burger King Yi-Ko - einem Unternehmen von Kolobov und dessen Geschäftspartner Ergün Yildiz - die Lizenz entzogen hatte, gingen die Restaurants an das Unternehmen Schloss Burger GmbH (SBG), das von Kolobov alleine geführt wird. Zu Kolobovs Filial-Imperium gehören auch die beiden Filialen im Münchener Hauptbahnhof sowie die Filiale am Giesinger Bahnhof, in der vor einem Jahr eine Maus durch die Filiale flitze.

     

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