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Deutsche Bank: Ackermann bleibt sitzen

Der Chef der Deutschen Bank auf der Anklagebank? Für Aktionärsschützer und viele Politiker ein unerträglicher Gedanke. Für Josef Ackermann ist das kein Problem. Für die Deutsche Bank könnte es eines werden.

Die Deutsche Bank steuert auf eine Führungskrise zu. Vorstandschef Josef Ackermann muss sich wegen des Vorwurfs der Untreue im Zusammenhang mit den Millionen-Abfindungen im Jahr 2000 nach der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone erneut vor Gericht verantworten. Dies dürfte seine Arbeit wieder über mehrere Wochen erschweren und gibt seinen Gegnern die Gelegenheit für neue Querschüsse.

Sollte Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann zurücktreten?

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte die Aufhebung der Freisprüche aus der Vorinstanz am Mittwoch noch nicht verkündet, da sorgte ausgerechnet Aufsichtsratschef Rolf Breuer mit einem Zeitungsinterview bereits für Unruhe bei Deutschlands größter Bank. Er spekulierte ungewöhnlich offen schon über eine mögliche Nachfolgeregelung. "Ich favorisiere sehr stark einen internen Kandidaten. Nur wenn das nicht möglich ist, würden wir außerhalb der Bank suchen", so der Aufsichtsratschef. Der Erlanger Wirtschaftsprofessor und Bank-Experte Wolfgang Gerke hält es zwar für eine Selbstverständlichkeit, dass ein Aufsichtsratschef über Alternativen für den Vorstandsposten nachdenke. "Dass er dies aber an einem solchen Tag öffentlich macht, ist für mich ein eindeutiges Signal." Ackermann sei "extrem angeschlagen".

Aufsichtsrat stärkt Ackermann und Irritationen

Die Irritation war perfekt, als der Aufsichtsrat am Nachmittag mitteilte, er habe "keinen Zweifel, dass Herr Dr. Ackermann seine Arbeit erfolgreich fortsetzen wird und unterstützt ihn dabei." Ackermann selbst kündigte an, in jedem Fall im Amt bleiben zu wollen. Er habe von allen Seiten zuletzt "großen Zuspruch" erfahren und sehe sich bestärkt, auch weiterhin die Deutsche Bank zu führen.

Ackermanns externe Kritiker nutzten den BGH-Entscheid umgehend, um seine Abberufung zu fordern. "Einen Chef, der erneut monatelang auf der Anklagebank sitzt, kann sich die Deutsche Bank eigentlich nicht leisten. Herr Ackermann entwickelt sich zunehmend zu einem Problem für das Unternehmen", sagte Ulrich Hocker von der Aktionärsvereinigung DSW. Er forderte den Aufsichtsrat zum Handeln auf. Kritischer äußerte sich Reinhild Keitel, Sprecherin der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger: "Solange er Vorstandssprecher bleibt, ist der Fall Mannesmann auch immer ein Fall Deutsche Bank." Sie forderte Ackermanns Rücktritt. Aus der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verlautete dagegen, man werde Ackermann nicht zum Rückzug drängen, so lange er nicht rechtskräftig verurteilt sei.

Image der Deutschen Bank ramponiert

Ackermann, der seit 1996 im Vorstand ist und die Bank seit Mai 2002 führt, gilt als Klammer zwischen den zwei großen Blöcken: dem globalen Investmentbanking, das etwa drei Viertel der Milliarden-Gewinne einfährt, und dem Privatkundengeschäft, welches der Bank meist niedrigere, aber dafür stabile Einnahmen beschert. Das Image der Deutschen Bank wurde nicht zuletzt auch durch mehrere Strategiewechsel im Privatkundengeschäft ramponiert. Während die Investmentbanker mehr Einfluss fordern, versuchen ihre Kontrahenten das Privatkundengeschäft auszubauen. Ein Kauf der Bonner Postbank - Deutschlands größte Filialbank - ist 2004 allerdings am angebotenen Preis gescheitert.

Die Deutsche Bank steht jedoch auch ohne Zukauf wirtschaftlich so gut da wie nie. Sie ist das einzige Geldhaus in Deutschland, das sich mit der internationalen Konkurrenz messen kann. Ackermann, der in den vergangenen Jahren zahlreiche nicht zum Kerngeschäft gehörende Beteiligungen verkauft hat, will künftig noch stärker auf das Investmentbanking setzen."Wir wollen die führende Investmentbank der Welt sein", gab er die Marschrichtung vor.

Ackermann hausintern umstritten

Trotz der sichtbaren Erfolge beim Umbau der Bank ist Ackermann auch hausintern keineswegs unumstritten. Nicht nur Politiker oder Arbeitnehmervertreter unterstellen dem 57-Jährigen eine Arroganz der Macht. Die Gewerkschaften erzürnt vor allem der massive Stellenabbau bei der Deutschen Bank, die scheinbar um jeden Preis die Rendite auf ein Niveau bringen will, um den weltgrößten Kreditinstituten die Stirn zu bieten.

Gerke rechnet mit Ackermanns Rücktritt und sieht die Grabenkämpfe in der Bank über die strategische Ausrichtung wieder ausbrechen. "Eine Entscheidung über einen Nachfolger ist auch eine Entscheidung über die Bedeutung der Geschäftssparten", so der Bankexperte. Mögliche Kandidaten sind Privatkundenchef Rainer Neske, Deutschland-Chef Jürgen Fitschen sowie Michael Cohrs, einer der Leiter der Investmentbankings.

Experten mit begrenzter Loyalität

Sollte sich der Flügel durchsetzen, der eine stärkere Ausrichtung auf das Privatkundengeschäft will, könnte es im Investmentbanking zu einem Aderlass kommen. Die Loyalität dieser hoch bezahlten und häufig zwischen den Instituten wechselnden Experten ist begrenzt. Ackermann, selbst im Investmentbanking groß geworden, hat es in der Vergangenheit verstanden, beide Flügel zusammenzuhalten. Ob dies Neske oder Fitschen auch könnten, sei fraglich, sagen Branchenkenner. Die Alternative mit einem Investmentbanker wie Cohrs an der Spitze sei jedoch auch schwierig: Sie sprechen meist kaum Deutsch, kennen die hiesigen Befindlichkeiten nicht richtig und scheren sich schon gar nicht um politische Erwartungen.

Reuters/DPA/AP / AP / DPA / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?