HOME

Gewinnzuwachs: Facebook-Aktie auf Rekordhoch

Das soziale Netzwerk Facebook hat auch im zweiten Quartal deutlich an Geld und Nutzerzahlen hinzugewonnen. Jetzt will das Unternehmen weiter wachsen - und unter anderem WhatsApp übernehmen.

Facebook hat auch im zweiten Quartal deutlich an Geld und Nutzerzahlen hinzugewonnen. Der Gewinn des sozialen Netzwerks stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 138 Prozent auf 791 Millionen Dollar (587 Millionen Euro), wie das Unternehmen im kalifornischen Menlo Park mitteilte. Nun will Facebook weiter wachsen: Die Übernahme des Nachrichtendienstes WhatsApp will der Konzern noch in diesem Jahr unter Dach und Fach bringen.

Der Umsatz stieg von April bis Ende Juni auf 2,91 Milliarden Dollar, wovon rund 62 Prozent aus Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet-Computern stammten, wie Facebook weiter mitteilte. Insgesamt stiegen die Werbeeinnahmen demnach um 67 Prozent auf 2,68 Milliarden Dollar.

"Wir hatten ein gutes zweites Quartal", erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. "Unsere Gemeinde ist weiter gewachsen und wir sehen viele Chancen vor uns, wenn wir auch den Rest der Welt verbinden." Laut dem Konzern stieg die Zahl der Menschen, die das soziale Netzwerk mindestens einmal im Monat benutzen, um 14 Prozent auf 1,32 Milliarden. Davon nutzten 1,07 Milliarden das Netzwerk auf mobilen Geräten.

Facebook-Aktie stieg um mehr als drei Prozent

Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen stieg die Facebook-Aktie um mehr als drei Prozent auf 73,80 Dollar. Dies war fast ein Rekord für die Aktie, die 2012 für 38 Dollar auf den Markt kam.

"Die Zahlen sehen gut aus", Facebook habe ein sehr starkes Quartal hingelegt, kommentierte Analyst Rob Enderle von der Enderle Group in Silicon Valley das Ergebnis. "Es sieht nun mehr wie ein wirkliches Unternehmen aus, statt wie ein Dot-Com-Unternehmen", befand Enderle.

Und das Unternehmen Facebook will weiter wachsen: Zuckerberg verkündete, dass der Konzern in dieser Woche den Zukauf des Start-ups Oculus VR abgeschlossen habe. Gut zwei Milliarden Dollar lässt sich Zuckerberg die Firma kosten, die die Gamer-Brille Oculus Rift herstellt, mit der Spieler besonders tief in virtuelle Welten eintauchen sollen. Oculus-Aktionäre bekommen bei dem Geschäft 400 Millionen Dollar in bar und 23,1 Millionen Facebook-Aktien.

Übernahmeplänen für WhatsApp

Noch nicht ganz so weit ist der Konzern bei seinen Übernahmeplänen für den Nachrichtendienst WhatsApp. Für das Softwareprogramm, mit dem Smartphone-Besitzer Nachrichten austauschen, will Facebook 19 Milliarden Dollar in bar und Aktien bezahlen. Das Unternehmen hoffe, dass das Geschäft noch in diesem Jahr über die Bühne gehe, ließ Facebook wissen. Es wäre Facebooks bisher größte Übernahme - und könnte den Konzern auf dem Markt mit mobilen Angeboten noch stärker machen.

and/AFP / AFP