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Haushalt Frankreich Staatsverschuldung erstmals über zwei Billionen Euro

Frankreichs Staatsverschuldung hat die symbolische Marke von zwei Billionen Euro überschritten. Die Regierung musste ihre Wachstumsprognosen nach unten und die Defizitprognose nach oben korrigieren.

Frankreichs Staatsverschuldung hat erstmals die symbolische Marke von zwei Billionen Euro überschritten. Zum Ende des zweiten Quartals lag die Verschuldung der öffentlichen Haushalte des Landes bei 2,024 Billionen Euro, wie das Statistikamt Insee in Paris mitteilte. Das entspricht 95,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im Vergleich zum Ende des ersten Quartals wuchs die Schuldenlast um 28,7 Milliarden Euro, gemessen am BIP ist das ein Plus von 1,1 Prozentpunkten.

Ursprünglich hatte die Regierung geplant, dass die Schuldenquote erst zum Jahresende bei 95,1 Prozent liegen sollte. Inzwischen musste sie aber ihre Wachstumsprognosen nach unten und ihre Defizitprognosen nach oben korrigieren.

Schuldenlast von Vorgängerregierung geerbt

Nach Veröffentlichung der Insee-Zahlen betonte das Finanzministerium, die sozialistische Regierung habe die hohe Schuldenlast von den Vorgängerregierungen geerbt. Zwischen 2002 und 2012 hätten sich die Staatsschulden von 930 Milliarden Euro auf 1,86 Billionen Euro verdoppelt. Allein zwischen 2007 und 2012 - der Amtszeit des konservativen Staatschefs Nicolas Sarkozy - hätten sich 600 Milliarden Euro neue Schulden angehäuft.

Die derzeitige Regierung saniere einerseits über Einsparungen die öffentlichen Haushalte und fördere das Wachstums über Steuernachlässe für Unternehmen, erklärte das Finanzministerium. "Das wird es erlauben, den Anstieg der Schulden zu stoppen."

yps/AFP AFP

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