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Hewlett-Packard: HP-Chefin Whitman spaltet PC-Sparte ab

Personal Computer gelte nicht als lukratives Geschäft: Hewlett-Packard will den Bereich mit PCs und Druckern abspalten. Ein Konzernbereich soll sich auf Geräte für Unternehmen konzentrieren.

Die Technologiefirma Hewlett-Packard will sich neu strukturieren. Das Geschäft soll in zwei Bereiche aufgeteilt werden.

Die Technologiefirma Hewlett-Packard will sich neu strukturieren. Das Geschäft soll in zwei Bereiche aufgeteilt werden.

Der Computerkonzern Hewlett-Packard will sich laut einem Zeitungsbericht aufspalten. In einem Teil solle das Geschäft mit Personal Computern und Druckern zusammengefasst werden, im anderen das mit Geräten für Unternehmen und Dienstleistungen, berichtete das "Wall Street Journal". Die Pläne könnten am Montag offiziell bekanntgegeben werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Die Trennung solle im kommenden Jahr über die Bühne gehen, über die Austeilung neuer Aktien an Anteilseigner. Beide Unternehmen sollen an der Börse gehandelt werden, schrieb die Zeitung. Sie hätten jeweils mehr als 50 Milliarden Dollar Jahresumsatz.

HP hatte bereits vor gut drei Jahren erwogen, den PC-Bereich abzuspalten. Hewlett-Packard war damals noch die Nummer eins in dem Geschäft. Die Börse reagierte auf diese Idee des damaligen Konzernchefs Léo Apotheker mit einem Kurssturz, die Überlegungen wurden nach wenigen Monaten fallengelassen. Inzwischen ist der chinesische Hersteller Lenovo zum weltgrößten PC-Hersteller aufgestiegen.

Hewlett-Packard stieg aus dem Geschäft mit mobilen Geräten aus

Unter der heutigen Chefin Meg Whitman wurde das Geschäft mit PCs und Druckern innerhalb von HP zusammengelegt. Sie leitete 2012 den Abbau von rund 30.000 Arbeitsplätzen ein, um Kosten zu senken.

Der PC-Markt war im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent geschrumpft. Auch wenn er sich jetzt etwas gefangen hat, gelten Personal Computer nicht als besonders lukratives Geschäft. Unternehmen und Verbraucher greifen lieber zu Smartphones und Tablet-Computern. HP war 2011 aus dem Geschäft mit solchen mobilen Geräten ausgestiegen und fing erst vor einigen Monaten wieder an, sie zu verkaufen. Eine der Quellen der Zeitung erklärte, HP sehe bessere Aussichten für sein Unternehmensgeschäft als für die PC- und Druckersparte.

Whitman solle das abgespaltene Unternehmensgeschäft führen, hieß es im "Wall Street Journal". Die Leitung des neuen PC- und Drucker-Anbieters solle der HP-Manager Dion Weisler übernehmen, Whitman werde dort den Verwaltungsrat leiten.

mka/DPA / DPA