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Ifo-Index überrascht Die Stimmung trotzt der Schuldenkrise

Trotz Schuldenkrise und Rezessionssorgen in der Eurozone: Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Firmen hat sich im November überraschend aufgehellt. Auch die Kauflust der Deutschen vor Weihnachten beflügelt die Konjunktur.

Rezessionsängste, Schuldenkrise und Novembernebel können die Stimmung in der deutschen Wirtschaft nicht ernsthaft trüben: Der ifo-Index ist leicht gestiegen, wie das ifo-Institut am Donnerstag in München mitteilte - von 106,4 auf 106,6 Punkte. Zuvor war das wichtige Stimmungsbarometer vier Monate in Folge gesunken. "Die deutsche Wirtschaft schlägt sich vor dem Hintergrund der internationalen Verwerfungen weiterhin vergleichsweise gut", urteilte Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts.

Die rund 7000 befragten Manager schätzten die Geschäftsperspektiven für die kommenden sechs Monate als besser ein und bewerteten die aktuelle Lage als unverändert. Das Barometer für die Erwartungen stieg auf 97,3 Zähler, das für die Lage verharrte bei 116,7 Punkten. Der Ifo-Index ist das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, das die Entwicklung der kommenden Monate zuverlässig vorhersagt.

Konsum treibt deutsches Wachstum

Die Verbraucher verhalfen der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal zu deutlich mehr Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,5 Prozent zum Vorquartal zu. Die Bundesbank warnte jedoch bereits, dass die Wirtschaft in den kommenden Monaten in schwieriges Fahrwasser geraten könnte. Die schwächere Auslandsnachfrage und die Nervosität an den Finanzmärkten bildeten ein gefährliches Gemisch.

Der Handel kann sich unterdessen auf klingelnde Kassen vor Weihnachten freuen. "Die Lage im Einzelhandel ist deutlich besser als im Oktober", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger. "Der Start ins Weihnachtsgeschäft ist also gut gelaufen." Die Branche sei vorsichtig optimistisch für die nächsten vier Wochen, auch weil das Wetter bislang mitspiele. "Die Grundvoraussetzungen sind gut."

fw/Reuters/DPA DPA Reuters

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