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Insolvenzverfahren beim Suhrkamp-Verlag: Bevollmächtigter Kebekus ist optimistisch

Der Suhrkamp-Generalbevollmächtigte Frank Kebekus sieht dem Ausgang des gerade eröffneten Insolvenzverfahrens beim Traditionsverlag positiv entgegen - auch wenn das Prozedere kein Wunschkonzert sei.

Der Suhrkamp-Generalbevollmächtigte Frank Kebekus hat sich zuversichtlich über den Ausgang des Insolvenzverfahrens für den Verlag geäußert. Ziel sei es, das Unternehmen als "literarische Institution" so aufzustellen, dass Mitarbeiter, Autoren und Leser auch in den nächsten Jahrzehnten einen "tollen Verlag" vorfänden, sagte Kebekus am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Die jetzige Insolvenzeröffnung sei ein wichtiger Schritt dahin. "Ich glaube, das kann auf dem Weg der Rekonstruktion gar nicht überschätzt werden", so der Jurist. Er gibt jedoch auch zu bedenken, dass das Insolvenzverfahren kein Wunschkonzert sei.

Der bei Gericht vorgelegte Insolvenzplan sieht vor, den Verlag in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Die Eigentümer hätten dann weniger Mitspracherechts als jetzt. Der jahrelange Streit zwischen den bisherigen Gesellschaftern, Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz und Miteigentümer Hans Barlach, hatte das Unternehmen an den Rand des Ruins getrieben. Am Dienstagabend hatte das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg das Insolvenzverfahren eröffnet.

cob/DPA / DPA
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