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INVESTITION: General Electric plant Forschungszentrum bei München

Der US-Konzern General Electric plant in Garching bei München für rund 60 Millionen Dollar ein Forschungszentrum unter anderem für Energietechnik, erneuerbare Energien und Biotechnologie zu errichten.

Der US-Konzern General Electric (GE) will sein europäisches Forschungszentrum in Garching bei München errichten und dort Millionen investieren.

Forschung an der TU München

Der Chef von GE Deutschland, Österreich und der Schweiz, Jeffrey Immelt, kündigte am Mittwoch in Berlin in Anwesenheit von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) an, sein Unternehmen werde im Umfeld der Technischen Universität München die neue Forschungseinrichtung aufbauen. Künftig sollten dort rund 150 Wissenschaftler arbeiten. Für das Vorhaben werde GE über fünf Jahre insgesamt 52 Millionen Euro investieren.

Bundeskanzler Schröder sagte, das GE-Engagement zeige, dass es sich auch für eines der großen weltweit tätigen Unternehmen lohne, in Deutschland tätig zu werden. Er hoffe auf weitere Engagements von GE.

Europa stellt für den GE-Konzern nach eigenen Angaben mit 70.000 Beschäftigten und rund 25 Milliarden Dollar Umsatz einen Kernmarkt dar. Allein in Deutschland seien 8000 Menschen bei GE beschäftigt. Zugleich setze der Konzern hier jährlich sieben bis acht Milliarden Euro um, ergänzte der Kanzler. Über die Höhe der öffentlichen Fördergelder für das Vorhaben in München machten weder Immelt noch Schröder Angaben.

Deutschland in der Forschung weltweit Spitze

Das geplante Forschungszentrum bei München wird nach Angaben von General Electric das vierte Zentrum des Konzerns weltweit und das erste in Europa sein. Grund für die Standortentscheidung sei die hohe Qualität der hiesigen Universitäten und der hohe technologische Standard in Deutschland. Deutschland sei »weltweit ein Quell für technologische und wissenschaftliche Spitzenleistung«, sagte Immelt. Die Entscheidung sei langfristig angelegt.

Das neue Zentrum werde sich hauptsächlich mit den Feldern Energietechnik, erneuerbaren Energien, Recycling, Biotechnologie sowie Materialwissenschaft und -technologie für die Autoindustrie beschäftigen. Im übrigen sehe er für den Konzern in Deutschland noch Potenziale, etwa im Finanzbereich.

Schröder begrüßte die GE-Pläne. Er habe erstmals im Januar mit Immelt gesprochen und wolle diesen Gesprächskontakt aufrecht erhalten. »Er ist bereits wieder eingeladen«, sagte der Kanzler.