KRIMINALITÄT FlowTex-Betrug zieht weitere Kreise


Jetzt wurden auch noch Ermittlungen gegen Beamte der Steuerfahndung ermittelt nachdem herauskam, dass dort bereits 1996 eine Anzeige liegenblieb.

Der Betrugsfall FlowTex zieht immer weitere Kreise. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe am Montag mitteilte, wird gegen Beamte der Steuerfahndung wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt ermittelt. Im Juli 1996 war bei der Steuerfahndung Karlsruhe-Durlach eine Strafanzeige gegen Verantwortliche von FlowTex eingegangen, die von den Beamten jedoch weder an die vorgesetzten Behörden noch an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet wurde.

Nähere Einzelheiten machte die Generalstaatsanwaltschaft nicht. Der milliardenschwere Betrugsskandal um die FlowTex-Gruppe wird ab 25. September vor dem Mannheimer Landgericht verhandelt. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte im April gegen die ehemaligen Gesellschafter des Bohrmaschinenherstellers, Manfred Schmider und Klaus Kleiser, Anklage erhoben.

Schmider und Kleiser sowie einer früheren Gesellschafterin und dem ehemaligen Finanzdirektor werden bandenmäßiger und gemeinschaftlicher Betrug in einem besonders schweren Fall zur Last gelegt. Der Gesamtschaden im dem bisher wohl größten deutschen Wirtschaftsstrafverfahren wurde mit 4,13 Milliarden Mark (2,11 Milliarden Euro) angegeben. Die Anklage legt Schmider und Kleiser Scheingeschäfte mit nicht existierenden Horizontalbohrmaschinen zur Last.


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