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Krise der Autobranche: Mercedes und BMW gehen aufeinander zu

Die Finanzkrise zwingt zum Umdenken: BMW und Mercedes planen einem Zeitungsbericht zufolge eine Zusammenarbeit. Die beiden Konzerne leiden unter den Folgen der Finanzkrise. Daimler plane zudem ein neues Sparprogramm.

Der von der Branchenkrise getroffene Autokonzern Daimler plant nach einem Zeitungsbericht ein neues Sparprogramm. Das Unternehmen wolle mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen die Kosten senken, berichtete die "Stuttgarter Zeitung". Im Pkw-Bereich werde das laufende Effizienzprogramm namens "Go for Ten" verschärft. Dies solle ein jährliches Einsparvolumen von 1,6 Milliarden Euro bringen. In Unternehmenskreisen heiße es, ein massiver Personalabbau sei dabei nicht geplant. Stattdessen gebe es Überlegungen, die bislang bis Ende März vereinbarte Kurzarbeit bis zum Jahresende auszuweiten. Das sei aber noch nicht entschieden.

Das Unternehmen wollte sich zunächst nicht zu dem Bericht äußern. "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen", sagte ein Sprecher nur. Daimler hat wie die Konkurrenten BMW und Audi zu Jahresbeginn einen Absatzeinbruch erlitten. Von der Abwrackprämie der Bundesregierung werden diese so genannten Premium-Hersteller Experten zufolge weniger stark profitieren als die Anbieter von preisgünstigeren Kleinwagen.

Daimler und BMW bemühen sich um Kooperation

Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" bemühen sich Daimler und BMW um eine engere Kooperation. Die ersten Verträge zwischen den beiden Erzrivalen seien bereits unterschriftsreif, berichtete das Blatt. Jede Art der Kooperation, die der Kunde nicht bemerke, sei denkbar, zitierte die Zeitung "ranghohe Manager". Die beiden Firmen sprechen seit längerem über eine Kooperation in bestimmten Bereichen. "Es gibt nichts Neues dazu", sagte ein BMW-Sprecher. Daimler lehnte auch hierzu einen Kommentar ab.

Bisher seien die Verhandlungen von Technikern auf beiden Seiten gebremst worden, so die Zeitung weiter. Diesen Widerstand wollten die Vorstände nun unter dem Eindruck der Krise brechen. So sei bei BMW eine klare Direktive von oben ergangen, die technikverliebten Nörgler in die Schranken zu weisen. "Mit jedem Tag, den die Krise länger dauert, verliert die Zylinder-Fraktion an Rückhalt", wird ein Manager zitiert.

Reuters / Reuters