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Künstliche Intelligenz: Japanischer Versicherer ersetzt Mitarbeiter durch IBM-Software "Watson"

Ist das die Zukunft? In Japan will ein Versicher durch künstliche Intelligenz in Form von IBMs Watson-System Geld einsparen und die Produktivität steigern. Etwa einem Drittel seiner Belegschaft kostet das den Job.

Künstliche Intelligenz: Der Schriftzug "IBM Watson IoT" an einer Glasscheibe in München

IBM forscht schon länger im Bereich künstliche Intelligenz

Nicht nur in Deutschland fürchten viele Arbeitnehmer, dass ihre Jobs künftig durch Formen künstlicher Intelligenz ersetzt werden könnten. Unberechtigt sind die diese Sorgen nicht, haben Roboter oder voll vernetzte Maschinen gerade in der Industrie schon heute viele Arbeitsschritte übernommen, die früher Menschen erledigten. Experten jedenfalls zweifeln nicht daran, dass die Automatisierungswelle nach und nach auch in andere Wirtschaftszweige schwappen wird.

Ein japanischer Versicherungsanbieter macht diesbezüglich bereits jetzt Nägel mit Köpfen, wie der "Guardian" berichtet. Demnach will das Unternehmen Fokoku Mutual Life Insurance bis Ende März 34 seiner insgesamt 134 Mitarbeiter der Abteilung Schadensbemessung durch IBMs Watson-System, einer kognitiven Technologie, ersetzen. Dieses soll dem Bericht zufolge unter anderem medizinische Berichte einlesen und auswerten sowie fällige Zahlungen berechnen können. Da es zudem in der Lage sei, besondere Vertragsklauseln zu berücksichtigen, verspricht sich der Versicherer neben einer Zeitersparnis zudem eine Produktivitätssteigerung von 30 Prozent.

IBM: Watson-System "kann denken wie ein Mensch"

Dass die Einrichtung des Systems voraussichtlich umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro kostet und pro Jahr weitere 120.000 Euro Wartungsausgaben nach sich ziehen wird, schreckt den Versicherer nicht ab. Vielmehr sei man überzeugt, dass die Installation letztlich etwa 1,1 Millionen Euro Personalkosten jährlich einspare und das Investment so binnen zwei Jahren wieder eingefahren sei, heißt es.

IBM selbst beschreibt sein Watson-System als "kognitive Technologie, die denken kann wie ein Mensch" und es so ermögliche, "jegliche Daten zu analysieren und zu interpretieren, inklusive unstrukturierter Texte, Bilder, Tonaufnahmen oder Videos".

Ein offenbar verlockendes Versprechen. Laut "Guardian" prüfen derzeit drei weitere japanische Versicherungsanbieter, künftig auf ähnliche Systeme zu setzen. Andere, darunter die Lebensversicherer Daichi Life Insurance und Nippon Life Insurance, haben diesen Schritt schon länger umgesetzt, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Künstliche Intelligenz in Japan auf dem Vormarsch

Dass gerade Japan als Vorreiter in Sachen künstlicher Intelligenz gilt, kommt nicht von ungefähr. Schon heute stellen eine schnell alternde und parallel schrumpfende Bevölkerung das Industrieland vor Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Und kleiner dürften diese vermutlich nicht werden, im Gegenteil. Glaubt man einer vom Nomura Research Institut bereits 2015 veröffentlichten Untersuchung, könnten Roboter bis 2035 etwa die Hälfte aller Arbeitsplätze in Japan übernommen haben.


mod
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.