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Kurssturz an der Wall Street: Führte ein Tippfehler zum Crash?

Panik, Chaos, Drama: Die Börse an der New Yorker Wall Street hat einen der schlimmsten Kursstürze ihrer Geschichte hinter sich und verlor zeitweise mehr als nach 09/11. Doch nicht immer sind die Griechen Schuld. Möglicherweise löste ein simpler Tippfehler den epochalen Crash aus.

War es ein Tippfehler? Und nicht nur die Krise in Griechenland? Der Aktienmarkt an der New Yorker Wall Street hat einen der schlimmsten Tage seiner Geschichte hinter sich. Panikverkäufe ließen den Dow-Jones-Index zeitweilig um sage und schreibe neun Prozent einbrechen lassen. Der Leitindex verlor am Nachmittag vorübergehend mehr als 1000 Punkte und fiel unter die psychologisch wichtige 10.000-Punkte-Marke. Binnen Minuten erholte sich der Index aber wieder und schloss bei rund 10.510 Zählern (minus 3,3 Prozent). Der zeitweilige Kurssturz war in Punkten gemessen der stärkste in der Geschichte der Wall Street. Die Krise Griechenland wurde allenthalben als Grund für den Absturz angegeben, dabei tobte die am Vortag viel stärker. Und da hatte der Dow Jones nur minimale 0,6 Prozent verloren.

So rieb sich schon am Abend mancher die Broker die Stirn ob der selbst an hektischen Börsentagen selten in dieser Form erlebten Berg- und Talfahrt. Da war noch gar nicht klar, dass möglicherweise nicht die Hellenen Auslöser des Dramas sein könnten, sondern ein simpler Eingabefehler. Was genau passierte, ist noch unklar. Eine Möglichkeit, die untersucht wird, ist, dass ein Händler Aktien im Wert von 16 Milliarden Dollar statt 16 Millionen Dollar verkaufte. Im Englischen macht nur ein Buchstabe den Unterschied: Billion (Milliarden) statt Million (Millionen). Das löste dann die automatischen Verkäufe aus, die zum Sturzsturz führten.

Die US-Börsenaufsicht untersucht den Fall. Die Technologiebörse Nasdaq teilte zwei Stunden nach Handelsschluss mit, dass alle offensichtlich irrtümlichen Handelsaktionen zwischen 14.40 Uhr und 15 Uhr rückgängig gemacht würden. Ein Grund wurde nicht genannt. Die Märkte waren angesichts der Finanzkrise in Griechenland aber ohnehin nervös. Der Dow verlor seit Dienstag 631 Punkte oder 5,7 Prozent. Es waren die größten Verluste innerhalb von drei Tagen seit März 2009 zum Höhepunkt der Finanzkrise in den USA. Dieser Trend hat dann doch mit Griechenland zu tun.

Und auch die Verluste der anderen Börsen: Tokio gab 3,1 Prozent nach, der Dax in Frankfurt startete mit einem Minus von mehr als zwei Prozent.

APN / APN
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.