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Lufthansa-Tarifstreit: Jetzt streiken wieder die Piloten

Keine gute Zeit für Pendler und Reisende: Nach dem Lokführer-Streik am Wochenende wollen am Montag auch die Piloten der Lufthansa für 35 Stunden die Arbeit niederlegen.

Die Lokführer der Deutschen Bahn und die Lufthansa-Piloten geben sich bei ihren Streiks die Klinke in die Hand: Die Flugzeugführer wollen zu Beginn der neuen Woche erneut streiken, wie die Vereinigung Cockpit (VC) am Sonntag in Frankfurt mitteilte. Die Gewerkschaft rief ihre Mitglieder zu einer weiteren Arbeitsniederlegung bei Europas größter Airline von Montag, 13 Uhr, bis Dienstagabend um 23.59 Uhr auf.

Betroffen seien deutschlandweit alle Passagierflüge mit Maschinen für die Kurz- und Mittelstrecke der Airbus 320-Familie, Boeing 737 und Embraer, erklärte Gewerkschaftssprecher Markus Wahl. "Es ist traurig, dass wir nun zum achten Mal streiken müssen", sagte er. Lufthansa habe nach nunmehr sieben Streiks seit April die Kompromissvorschläge nicht aufgegriffen. Die Gewerkschaft bedauere die Unannehmlichkeiten für die Passagiere. Ziel des Streiks sei ein neuer Tarifvertrag für alle Beschäftigten des Cockpit-Personals.

In dem Tarifkonflikt geht es um die sogenannte Übergangsversorgung. Die Lufthansa will, dass ihre Piloten später als bisher in den bezahlten Vorruhestand gehen - die Pilotengewerkschaft wehrt sich dagegen.

Zuletzt hatten die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings am vergangenen Donnerstag zwölf Stunden lang gestreikt. 100 Flüge wurden gestrichen, 13.000 Passagiere waren betroffen.

Seit April mussten nach Angaben der Lufthansa wegen der Pilotenstreiks bereits mehr als eine halbe Million Passagiere von Lufthansa und Germanwings ihre Reisepläne ändern. Rund 4400 Flüge seien gestrichen worden. Auch bei der Frachtsparte Lufthansa Cargo hatten die Piloten schon ihre Arbeit niedergelegt.

mad/DPA/Reuters / DPA / Reuters