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Desaströse Zahlen: Elektronikhändler in der Krise: Saturn- und Media-Markt-Chef muss gehen

Media Markt und Saturn sind die größten Elektronikhändler Europas. Doch zuletzt präsentierte das Unternehmen mehrfach schlechte Zahlen. Nun musste der Chef den Posten räumen, ein anderer Vorstand geht demnächst. Auf den Nachfolger kommt viel Arbeit zu.

DPA

Die Geschäfte laufen nicht gut für Media Markt und Saturn. Die Elektronikhändler, die beide unter der Holding-Firma Ceconomy zusammengefasst sind und Hunderte Filialen in deutschen Großstädten haben, mussten vor wenigen Tagen herbe Gewinnrückgänge einräumen. Der Gewinn dürfte bei 400 Millionen Euro liegen, im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr landeten noch 494 Millionen in der Kasse. Noch vor wenigen Monaten ging das Management von einem Rückgang des Vorsteuerergebnisses von 490 bis höchstens 460 Millionen aus.

Unternehmenswert kracht nach unten

Die jüngsten Zahlen sind so desaströs, dass es nun personelle Konsequenzen gibt: Ceconomy-Chef Pieter Haas verließ das Unternehmen am Wochenende mit sofortiger Wirkung, zwei Vorstandsmitglieder übernehmen interimsmäßig die Geschäfte. Finanzvorstand Mark Frese hat ebenfalls seinen Arbeitsvertrag aufgehoben, er wird allerdings noch so lange im Amt bleiben, bis ein Nachfolger für Haas gefunden ist.

Frese wird besonders für den Vertrauensverlust der Anleger verantwortlich gemacht, die Aktie krachte innerhalb des letzten halben Jahres um fast 50 Prozent nach unten. Die Gewinnwarnungen in kurzer Abfolge drückten den Unternehmenswert von Ceconomy um etwa eine Milliarde Euro.

Der Druck des Onlinehandels wächst

Wer auf dem Chefposten landen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Auf jeden Fall steht dem- oder derjenigen eine große Aufgabe bevor: Der Preisdruck durch die agilen Internethändler wird immer größer, und viele Konzerne reagieren nicht ausreichend auf die neuen Marktbedingungen - dazu zählen auch Media Markt und Saturn.

Zwar konnten die Einnahmen im Online-Geschäft gesteigert werden und auch der Multichannel-Vertrieb - im Netz bestellen und die Ware in der Filiale abholen - wird immer populärer. Doch gegen Schwergewichte wie Amazon und Co. reicht das nicht aus. Zugleich werden die großen Filialen - einst das größte Kapital der Märkte - durch die hohen Mieten immer mehr zur Belastung.

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cf
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