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Millionen für Alitalia: Etihad konkretisiert Bedingungen für Einstieg

Die arabische Fluglinie Etihad hat ihre Bedingungen für einen Einstieg bei der angeschlagenen Fluglinie Alitalia konkretisiert. Sollte es zu Investitionen kommen, soll massiv Personal abgebaut werden.

Der Einstieg der arabischen Fluggesellschaft Etihad bei der italienischen Airline Alitalia wird immer wahrscheinlicher. Etihad will in einem Schreiben an Alitalia die Konditionen für die Investition in die kriselnde Fluglinie konkretisieren, wie die beiden Unternehmen am Sonntag mitteilten. Alitalias Verwaltungsrat soll sich danach mit dem Inhalt des Schreibens beschäftigen. Seit Monaten laufen die Verhandlungen zwischen den beiden Fluggesellschaften.

"Heute ist ein wichtiger Tag für Alitalia, entscheidend für das Unternehmen und die gesamte italienische Luftfahrt", sagte Italiens Verkehrsminister Maurizio Lupi der Nachrichtenagentur Ansa. "Es ist eine exzellente Chance für Alitalia", erklärte Alitalia-Chef Gabriele Del Torchio. Durch die Investition könnten stabile Finanzen gesichert und die Schlüsselrolle Alitalias im Tourismus bestätigt werden. Die italienische Regierung versucht schon länger, die in Abu Dhabi beheimatete Etihad zum Einstieg bei der Alitalia zu bewegen. Eine Übereinkunft scheiterte bislang vor allem an der Frage der Schuldenübernahme und der künftigen Personalstärke der Gesellschaft. Etihad ist bereits an Air Berlin beteiligt.

Nach Ansicht von Alitalia-Präsident Roberto Colaninno ist Etihad der "ideale strategische Partner" für das Unternehmen. Etihad-Chef James Hogan sagte der Mitteilung zufolge, er vertraue auf einen positiven Abschluss der Verhandlungen. Laut italienischen Medienberichten will die Airline aus Abu Dhabi rund 600 Millionen Euro in die angeschlagene Alitalia investieren. Dies soll jedoch an zahlreiche Bedingungen geknüpft sein, etwa den Abbau mehrerer Tausend Jobs in Italien.

ono/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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