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PREISE: Telekom will Grundgebühr im Telefonfestnetz erhöhen

Einen Monat vor dem Start von Billigvorwahlen im Ortsnetz plant die Telekom eine Erhöhung der Grundgebühren bei gleichzeitiger Senkung der Preise für Ortsgespräche.

Der für das Festnetzgeschäft zuständige Vorstand Josef Brauner kündigte kurzfristig einen diesbezüglichen Antrag des Bonner Konzerns bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post an. »Wir werden aber zugleich die Preise für Ortsgespräche absenken«, sagte er im Interview mit der »Frankfurter Rundschau«. Wie genau das Tarifpaket aussehen werde, steht nach seinen Worten noch nicht fest.

Analoges Festnetz betroffen

Betroffen von der Preisanhebung bei der Grundgebühr wären nach Unternehmensangaben rund 25 Millionen analoge Festnetzanschlüsse in Deutschland. Der Preis für herkömmliche Telefonanschlüsse war erst zum 1. Mai dieses Jahres um 65 Cent auf 13,33 Euro erhöht worden. Zuvor habe es mehr als 10 Jahre lang keine Preissteigerung gegeben, erläuterte ein Sprecher. Ein Sprecher der Regulierungsbehörde wollte sich weder zu den Erfolgsaussichten eines Antrags noch zur Entscheidungsdauer äußern.

Bisher Quasi-Monopol

Die Deutsche Telekom verfügt im Ortsnetz über einen Marktanteil von mehr als 95 Prozent. Ab dem 1. Dezember dieses Jahres sind so genannten Call-by-Call-Gespräche möglich. Verbraucher können dann - ähnlich wie bei Ferngesprächen - auch im Ortsnetz per Vorwahl den jeweils günstigsten Anbieter wählen. Branchenkenner erwarten davon einen zunehmenden Wettbewerb im Ortsnetz mit sinkenden Preisen.