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Verbraucherschutz: Maas will gefälschte Produkttests verhindern

Manipulationen wie beim "Gelben Engel" des ADAC soll es künftig nicht mehr geben können: Bundesverbraucherminister Heiko Maas will mehr Transparenz bei Produkttests erreichen.

Bundesverbraucherminister Heiko Maas will Produkttests künftig transparenter gestalten

Bundesverbraucherminister Heiko Maas will Produkttests künftig transparenter gestalten

Bundesverbraucherminister Heiko Maas (SPD) will für mehr Transparenz bei Produkttests sorgen. "Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass Produkttests und Umfragen nicht manipuliert werden", sagte er der "Welt am Sonntag". "Deshalb haben wir Grundsätze für Gutes Testen formuliert, sogenannte Regeln der guten fachlichen Praxis des Testens." Diese Regeln sollen kommende Woche mitsamt einer Liste im Internet veröffentlicht werden.

In der Liste sind dem Bericht zufolge Unternehmen aufgeführt, die die neuen Grundsätze anerkennen und sich zur Anwendung verpflichten. Maas: "Jeder Verbraucher kann also künftig nachlesen, ob der ihn interessierende Test nach diesen transparenten und verlässlichen Kriterien durchgeführt wurde.". Es handele sich nicht um eine gesetzliche Regelung, sondern um eine Selbstverpflichtung.

Einnahmequellen und Methoden offenlegen

Zu den Erstunterzeichnern gehören die Stiftung Warentest, Ökotest oder das Computermagazin "c't Heise". Die Teilnehmer müssen etwa Auskunft über die Identität des Testveranstalters, Eigentümerstruktur und Zusammensetzung seiner Einnahmequellen sowie die Grundzüge seines Geschäftsmodells oder die Testmethoden geben.

Den Anstoß zur Initiative des Justiz- und Verbraucherschutzministers hatten die Manipulationen des Autofahrerclubs ADAC bei dessen Preisverleihung "Gelber Engel" gegeben. Maas: "Auch der ADAC ist herzlich eingeladen mitzumachen. Der Club scheint verstanden zu haben, dass er vom Vertrauen seiner Mitglieder lebt. Die Selbstverpflichtung könnte helfen, dieses zurückzugewinnen."

jen/DPA / DPA
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