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Schlechtes Wetter und Ernteausfälle: Lebensmittel deutlich teurer als 2012

Erst am Mittwoch will der Deutsche Bauernverband Zahlen über die Entwicklung der Lebensmittelpreise veröffentlichen. Erste Informationen sickerten dennoch durch - die Preise haben deutlich angezogen.

Im laufenden Jahr sind die Lebensmittelpreise stärker gestiegen als die Inflationsrate, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Deutschen Bauernverbands. Im Schnitt liege der Preisanstieg bei vier Prozent. Ein Grund für diese Entwicklung sei das schlechte Wetter. Bauernpräsident Joachim Rukwied stellt am Mittwoch den Agrar-Report vor.

Demnach stiegen die Preise für Kartoffeln um 40 Prozent, für Gurken um 27 Prozent. Butter wurde um gut ein Drittel teurer. Ursache sei neben den Ernteausfällen durch schlechtes Wetter die weltweit gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln und die knappe Versorgungssituation bei vielen landwirtschaftlichen Rohstoffen.

7,6 Prozent in zwei Jahren

Laut dem Statistikportal "statista.de", das Angaben zur Inflation auch monatsgenau macht, lag die generelle Inflationsrate im Jahr 2013 zwischen 1,2 bis 2 Prozent über den entsprechenden Monaten im Vorjahr. Für 2014 wird dem Bericht nach ein Anstieg der Lebensmittelpreise in der Höhe der allgemeinen Inflationsrate von 2 Prozent erwartet.

Wie das Statistische Bundesamt bestätigte, sind die Preise für Nahrungsmittel in den vergangenen beiden Jahren viel kräftiger gestiegen als die Verbraucherpreise insgesamt. Von Oktober 2011 bis Oktober 2013 verteuerte sich Nahrung um 7,6 Prozent. Die Inflationsrate lag im selben Zeitraum bei 3,3 Prozent. Die größten Preissprünge mussten Verbraucher bei Obst (+ 13,1 Prozent), Gemüse (+ 10,5) sowie Fleisch und Fleischwaren (+ 9,0) verkraften. Zuletzt hatte sich der Preisauftrieb allerdings etwas abgeschwächt. Im November kosteten Nahrungsmittel 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr, im Oktober waren es noch 4,2 Prozent.

ono/DPA / DPA