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Schuldenkrise: IWF zahlt eine Milliarde für Zypern-Rettung

Noch steht der formelle Beschluss aus, doch IWF-Chefin Christine Lagarde hat keine Zweifel: Der Internationale Währungsfonds wird die Rettung Zyperns mit einer Milliarde Euro unterstützten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will sich mit einer Milliarde Euro an dem Hilfsprogramm für Zypern beteiligen. Sie erwarte den formellen Beschluss durch das IWF-Direktorium Anfang Mai, teilte Fondschefin Christine Lagarde am Mittwoch in einer Erklärung mit. Der Rettungsplan für Zypern sieht insgesamt Hilfskredite in Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro von IWF und Eurozone an das hoch verschuldete Land vor.

Der Fonds stelle das Geld über drei Jahre bereit, sgate die IWF-Direktorin. "Mitarbeiter des IWF haben sich mit Mitarbeitern der zyprischen Behörden auf Arbeitsebene auf ein Wirtschaftsprogramm geeinigt, das der IWF zusammen mit der Europäischen Union und der Europäischen Zentralbank unterstützen wird", so Lagarde. Ziel sei es, die Wirtschaft des Landes wieder in Schwung zu bringen.

Der überschuldete Inselstaat im Mittelmeer hatte sich mit der Gläubiger-Troika in der Nacht zum 25. März auf den Hilfsplan geeinigt. Im Gegenzug dazu sind drastische Maßnahmen fällig, etwa die geordnete Insolvenz der Laiki Bank, des zweitgrößten Geldhauses des Landes. Die zyprische Seite akzeptierte außerdem eine Zwangsabgabe auf Bankguthaben von mehr als 100.000 Euro, Stellenstreichungen, Privatisierungen und eine Erhöhung der Unternehmensteuer von 10 auf 12,5 Prozent.

dho/AFP/Reuters / Reuters