Sicherheitsrisiken ICE-Überprüfung dauert bis Februar


Die Überprüfung der ICE-T-Flotte der Bahn auf Sicherheitsrisiken kann sich noch bis zum Februar hinziehen. Solange die Ursache für Risse an Zugachsen nicht gefunden sei, bleibe bei den ICE-T auch die Neigetechnik ausgeschaltet, so ein Unternehmenssprecher.

Die Ultraschall-Radkontrolle der Flotte der ICE-T Züge wird sich nach Worten eines Sprecher der Deutschen Bahn "noch bis Februar 2009 hinziehen". Der Sprecher sagte "Bild am Sonntag", die Bahn schaffe pro Woche nicht mehr als die Überprüfung von zwei Zügen. Von den 70 vorläufig aus dem Verkehr genommenen ICE-T wurde bisher ein Viertel überprüft. "Solange wir nicht die Ursache für die Risse gefunden haben, wird bei den ICE-T auch die Neigetechnik abgeschaltet."

Nachdem Bahn-Mitarbeiter an einer zweiten ICE-T-Achse einen zwei Millimeter großen Riss gefunden haben, laufen die Ultraschall-Überprüfungen der Räder nach Informationen des Blattes in den Deutsche Bahn-Werken mit großem Aufwand weiter. Trotz dieser Kontrollen würden schon wieder 90 Prozent der Fernverkehrszüge planmäßig fahren. Bis zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember würden auch nahezu alle Fahrten auf den ICE-T-Linien wieder abgedeckt werden.

Karl Friedrich Rausch, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn, betonte: "Wir arbeiten rund um die Uhr und können die Kontrollen beschleunigen, indem wir zusätzlich 115 Mitarbeiter für diese Sonderkontrollen eingestellt bzw. geschult haben. Zudem haben wir acht neue Ultraschall-Prüfgeräte für 2,5 Millionen Euro bestellt. Solange wir nicht die Ursache für die Risse kennen, gehen wir absolut auf Nummer sicher."

Laut Rausch bedeutet das, dass Bahn-Mitarbeiter die Achsen alle 30.000 Kilometer untersuchen, also alle drei Wochen. Schadensersatzforderungen an die Industrie schließt er nicht aus, "zumal für 27 Züge der ICE-T-Flotte noch die Gewährleistung bzw. Garantie seitens der Industrie gilt." Die Hersteller, so Rausch, müssten Aussagen über die Haltbarkeit der Radsatzwellen liefern.

DPA DPA

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