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Horror zwischen den Regalen Spinnen-Alarm im Supermarkt: Haarige Biester krabbeln durch die Obstabteilung

Spinnen im Supermarkt: Laden geschlossen
Spinnen im Supermarkt: Ein oberfränkischer Rewe-Markt bleibt zunächst geschlossen (Symbolfoto)
© Martha Davies/Storrs/iStockphotos;ddp images/dapd
Aufregung im oberfränkischen Wilhelmsthal: Im örtlichen Supermarkt wurde eine haarige Riesenspinne entdeckt. Ist das Biest giftig? Experten sind sich zunächst unsicher. 

Wer Angst vor Spinnen hat, sollte sich die Szene aus dem oberfränkischen Wilhelmsthal besser nicht zu genau vorstellen. Denn dort krabbelten am Samstag plötzlich ziemlich große, haarige Spinnen durch die Obstabteilung eines Supermarkts, berichtet der "BR". Doch die Viecher sahen nicht nur besonders gruselig aus - sie könnten auch hochgiftig sein, bestätigt die Polizei. Denn schnell war klar: Um eine heimische Spinnenart kann es sich in diesem Fall nicht handeln. Durch die Supermarktgänge krabbeln Exoten.

Zunächst wurde das achtbeinige Biest als Brasilianische Wanderspinne identifiziert. In seltenen Fällen waren schon in der Vergangenheit Exemplare dieser Gattung in Bananenkisten nach Europa verschifft worden. Diese aggressive Spinnenart zählt zu den gefährlichsten der Welt. Ihr Biss kann in seltenen Fällen sogar tödlich sein. Das wussten die Mitarbeiter des Rewe-Supermarkts allerdings nicht, als sie bereits am Samstagvormittag ein Exemplar und 30 Jungtiere einfingen. Die Spinne hatte einen Körperdurchmesser von rund vier Zentimetern.

Menschen mit Spinnenphobie sind oft zu allem bereit. Dass es aber keine gute Idee ist, die Tiere mit einem Feuerzeug zu töten, zeigen diese Bilder - besonders, wenn sich das Objekt der Angst auf dem Tankdeckel befindet. Passiert ist das Ganze an einer Tankstelle in Detroit, Michigan. Glücklicherweise drückt eine Mitarbeiterin der Tankstelle sofort den Not-Stop-Schalter. Verletzt wurde bei dem Fauxpas niemand. Am nächsten Tag kam der Mann übrigens reumütig zurück, um sich zu entschuldigen. Darwin-Awards: Silly ways to die out - für die dümmste Art, sich selbst zu eliminieren, rief Wendy Northcutt vor 20 Jahren den Darwin Award ins Leben. Laut Darwinschem Gesetz selektiert sich eine jede Spezies auf natürliche Weise, sodass sie bessere Fähigkeiten entwickelt als ihre Vorfahren. Die Preisträger des Darwin-Awards haben aufgrund herausragender Dummheit selbstständig dafür gesorgt, sich aus dem Verkehr und damit aus dem Genpool der Menschheit zu ziehen. Eines Darwin-Preises würdig erweist sich laut den Initiatoren, "wer aus freien Stücken jede Vorsicht außer Acht lässt, alle Warnungen in den Wind schlägt und somit seine Nichteignung für den Überlebenskampf demonstriert". Über Tote oder Versehrte spottet man nicht, nein. Wenn es sich um Taten handelt, die so selten dämlich sind, dass sie von vornherein in einem Desaster enden mussten, kann man sich ein bisschen Sarkasmus aber kaum verkneifen. 
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Supermarkt muss zunächst schließen

Ein Experte hatte die Gattung identifiziert - und Alarm geschlagen. Seiner Meinung nach müsste der Supermarkt komplett ausgeräumt und alle Artikel verbrannt werden. Außerdem müssten die Räume mit Gift behandelt werden, um wirklich ausschließen zu können, dass Jungtiere überlebten. Die Brasilianische Wanderspinne kann drei bis vier Eibälle mit bis zu 2500 Jungtieren erzeugen. Die Behörden gaben bekannt, dass der Supermarkt geschlossen bleibe, bis klar sei, um welche Art es sich genau handelt.

Keine heimische Art

Inzwischen ist klar: Das haarige Krabbeltier ist zwar ein Exot - aber nicht giftig. Laut einem Experten des Senckenberginstituts in Frankfurt handelt es sich bei der Supermarkt-Spinne um die Riesenkrabbelspinne, die vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten beheimatet ist. Die Weibchen könne beißen und das würde auch wehtun, aber gefährlich sei das nicht, schreibt der "Merkur".

kgi

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