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Strauchelnde Airline: SAS fliegt zurück in die Gewinnzone

Nach den großen Verlusten des Vorjahres kann Scandinavian Airlines 2013 einen kleinen Erfolg verbuchen. Der minimale Gewinn ist allerdings dem Verkauf des Tafelsilbers zu verdanken.

Die angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS hat nach Sparmaßnahmen im vergangenen Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Zwischen November 2012 und Oktober 2013 flog der Konzern einen Nettogewinn von 179 Millionen schwedischen Kronen (rund 20 Mio Euro) ein. Im verkürzten Geschäftsjahr 2012 (Januar bis Oktober) hatte SAS noch einen Verlust von 985 Millionen Kronen melden müssen.

"Das vergangene Jahr war sehr anstrengend", sagte SAS-Chef Rickard Gustafson am Donnerstag in Stockholm. Das positive Ergebnis sei auch auf das Engagement der Mitarbeiter zurückzuführen, denen der Konzern mit der Drohung einer möglichen Insolvenz zum Start des Geschäftsjahres Einkommensminderungen abgerungen hatte.

Gewinn dank Verkauf

Ende September hatte SAS ihre profitable Tochtergesellschaft Widerøe in Norwegen an eine heimische Investorengruppe verkauft, was zwei Milliarden schwedische Kronen in die Kassen spülte. Damit konnte der Konzern seine Schulden vermindern. Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 42,2 Millionen schwedische Kronen (4,7 Mio Euro).

"In diesem Jahr haben wir eine umfangreiche Erneuerung unserer Flotte abgeschlossen", erklärte Gustafson. 2014 will SAS auf 43 neuen Strecken starten. Allerdings rechnet das Unternehmen mit einem schwachen Start ins neue Jahr. "Die schwächeren Bedingungen werden sich voraussichtlich fortsetzen, und, wie gewohnt, wird das erste Quartal 2013/2014 (November - Januar) saisonal bedingt extrem schwach sein", berichtete das Unternehmen.

ono/DPA / DPA