HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Falsch gewartet? Lufthansa überprüft Tochterfirma nach Notlandung von Regierungsjet

Riesendiamant in Botsuana gefunden+++ Schauspielerin Ellen Schwier gestorben +++ Sibirische Tigerbabys im Zoo Hannover geboren +++ Lindner erneut zu FDP-Chef gewählt +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Global 5000 Schönefeld

Eine "Global 5000" der Flugbereitschaft der Bundesregierung landet in Schönefeld

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Falsch gewartet? Lufthansa überprüft Tochterfirma nach Notlandung von Regierungsjet (21.11 Uhr)

  • Riesendiamant in Botsuana gefunden (18.11 Uhr) 

  • Schauspielerin Ellen Schwiers ist tot (14.00 Uhr) 

  • Dschungelcamp-Trip: Mutter von Nathalie Volk darf nicht mehr als Lehrerin arbeiten (12.30 Uhr)

  • Sibirische Tigerbabys im Zoo Hannover geboren (12.12 Uhr)

  • Erfurt gedenkt Opfer des Amoklaufs von 2002 (11.33 Uhr)

  • Streik bei Airline SAS - 72.000 Passagiere betroffen (8.37 Uhr)

  • Islamistenchef Hashim offenbar bei einem der Anschläge von Sri Lanka gestorben (6.55 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 21.11 Uhr: Falsch gewartet? Lufthansa überprüft Tochterfirma nach Notlandung von Regierungsjet +++

Nach der Notlandung einer Regierungsmaschine vor knapp zwei Wochen in Berlin untersucht die Lufthansa, inwieweit die Wartungsarbeiten eines Tochterunternehmens mit dem Vorfall zusammenhängen. Man habe die Berichte über die möglichen Ursachen sehr genau gelesen und nehme diese "sehr ernst", erklärte ein Sprecher von Lufthansa Technik. "Wir werden die Wartungsarbeiten an der Maschine durch die Lufthansa-Tochtergesellschaft Lufthansa Bombardier Aviation Services auf das Gründlichste überprüfen." Der "Spiegel" hatte über das Statement berichtet. Die Untersuchungen werden vom "General Flugsicherheit" der Bundeswehr geführt", sagte der Sprecher. "Wir sind auch unabhängig von den behördlichen Nachforschungen dabei, die Arbeit bei unserem gemeinsam mit Bombardier und Execujet betriebenen Tochterunternehmen LBAS auf das Gründlichste zu untersuchen."

Video: Nahles fordert kommunale Wohnungsbaugenossenschaften

+++ 19.28 Uhr: Linda Teuteberg neue FDP-Generalsekretärin +++

Die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg ist zur neuen FDP-Generalsekretärin gewählt worden. Die 38-jährige Juristin erhielt auf dem FDP-Parteitag in Berlin 92,8 Prozent der Delegiertenstimmen. Sie löst damit Nicola Beer ab, die Spitzenkandidatin der Liberalen für die Europawahl ist.

+++ 18.11 Uhr: So groß wie ein Tennisball: Neuer Riesendiamant in Botsuana gefunden +++ 

Der Riesen-Diamant in Botsuana

Der Riesen-Diamant in Botsuana

DPA

Sensationsfund: In einer Mine in Botsuana ist einer der bisher größten bekannten Diamanten gefunden worden. Der Edelstein hat etwa die Größe eines Tennisballs und wiegt gut 350 Gramm, wie das Bergbauunternehmen Lucara Diamond mitteilte. Allerdings hat der 1758-Karat-Stein in Bezug auf die Reinheit demnach nicht die beste Qualität und dürfte daher wohl nur einen geringeren Preis erzielen. Botsuana ist eines der wichtigsten Herkunftsländer von Diamanten. Die Industrie steht für rund 80 Prozent der Exporterlöse Botsuanas.

+++ 17.16 Uhr: Tote bei Massenkarambolage in Colorado +++ 

Bei einer Massenkarambolage in Lakewood im US-Bundesstaat Colorado sind mehrere Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche Fahrzeuge in Flammen aufgegangen. Ein Polizeisprecher sagte, vier Lastwagen und 24 Autos seien in den Unfall auf der Autobahn Interstate 70 am Vortag verwickelt gewesen. Ausgelöst worden sei die Karambolage durch einen Lastwagen. Dessen Fahrer sei festgenommen worden. Ihm werde vorgeworfen, ein Tötungsdelikt mithilfe eines Fahrzeugs begangen zu haben. Zugleich hieß es, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Fahrer den Unfall absichtlich herbeigeführt habe. Auch gebe es keine Hinweise darauf, dass der Mann unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestanden habe. Er sei verletzt worden, allerdings nicht schwer. Der Polizeisprecher sagte, sechs Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden.  

+++ 17.03 Uhr: Explosionen nach Fund von Sprengstoffwesten in Sri Lanka +++ 

In einem Wohnhaus in Sri Lanka haben Polizei und Armee mehrere Sprengstoffwesten sowie Materialien zur Herstellung von Bomben gefunden. Nach der Razzia im Osten des Inselstaates gab es dort zudem drei Explosionen und eine Schießerei, wie die Polizei mitteilte. Die Details waren zunächst unklar. Sieben junge Muslime seien festgenommen worden, hieß es von der Polizei. Fernsehbilder zeigten eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat, die auch in dem Haus gefunden worden sein soll. Dies bestätigte die Polizei zunächst nicht.

+++ 17.02 Uhr: Lüftungsanlage manipuliert - 900 Ferkel in Stall in Nordrhein-Westfalen erstickt +++ 

Rund 900 Ferkel sind in einem Schweinestall in Nordrhein-Westfalen erstickt, nachdem Unbekannte die elektrische Lüftungsanlage manipuliert haben. Die Täter setzten nach ersten Ermittlungen in der Nacht über einen Schaltkasten die Anlage außer Betrieb, wie die Polizei in Soest mitteilte. Die Ferkel im Alter von etwa elf Wochen erstickten infolge mangelnder Zuluft. Das Kreisveterinäramt und die Polizei wurden informiert. Die Ermittler suchen Zeugen, die in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des landwirtschaftlichen Betriebs außerhalb der Stadt Geseke bemerkt haben.

+++ 16.47 Uhr: FDP-Chef Lindner wiedergewählt +++ 

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist mit großer Mehrheit im Amt bestätigt worden. Für den 40-Jährigen stimmten auf dem FDP-Parteitag in Berlin 86,6 Prozent der Delegierten. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Bei der vorherigen Wahl der Parteispitze hatte er 91 Prozent erhalten.

+++ 15.29 Uhr: Literatur-Nobelpreis: Schwedische Akademie ernennt nach langem Chaos neuen Leiter +++ 

Die für die Vergabe des Literatur-Nobelpreises zuständige Schwedische Akademie hat einen neuen Leiter. Das erklärte das Gremium, das zuletzt vor allem durch seine Verwicklung in einen Vergewaltigungsfall Schlagzeilen gemacht hatte, in Stockholm. Der Literaturwissenschaftler Mats Malm soll nun wieder Ruhe in die Akademie bringen. Die Akademie hatte seit dem Jahr 2017 vor allem durch ihren Umgang mit einem Missbrauchs- und Vergewaltigungsfall für Aufsehen gesorgt. Im April 2018 hatte die Schriftstellerin Sara Danius, den Vorsitz auf Wunsch der Akademie niedergelegt. Damit reagierte sie auf die Missbrauchsvorwürfe gegen Jean-Claude Arnault, einen der Akademie nahestehenden hochrangigen Kulturfunktionär. Die Zeitung "Dagens Nyheter" hatte berichtet, dass Arnault über Jahre hinweg 18 weibliche Mitglieder der Akademie, Frauen oder Töchter von Akademiemitgliedern und Mitarbeiterinnen belästigt oder missbraucht habe. Ende 2017 war er wegen der Vergewaltigung einer Frau zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Wegen des Missbrauchskandals um Arnault, der mit einem damaligen Akademie-Mitglied verheiratet ist, fiel die Vergabe des Literatur-Nobelpreises im vergangenen Jahr aus. 

+++ 15.16 Uhr: Tote und Verletzte bei Grubenunglück in Ostukraine +++ 

Bei einem Grubenunglück in einem Kohlebergwerk im Osten der Ukraine sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. 13 Bergarbeiter wurden zunächst noch vermisst, wie Behörden mitteilten. Nach ersten Erkenntnissen hatte es in dem Kohleschacht Jurjiwka im Kreis Lutuhyne am Tag zuvor eine Methanexplosion gegeben. Rettungskräfte des russischen Zivilschutzes waren im Einsatz, wie Medien in Moskau berichteten. Die Gruben im Kohleabbaugebiet Donbass gehören zu den tiefsten und gefährlichsten der Welt. Der betroffene Schacht liegt in der nicht anerkannten Volksrepublik Luhansk im Osten der Ukraine, wo seit 2014 ein Krieg tobt. Dort kämpfen prorussische Separatisten gegen ukrainische Regierungstruppen. 

+++ 15.16 Uhr: Erneut Zyklon in Mosambik: Mindestens ein Toter +++ 

Infolge des Zyklons "Kenneth" ist in Mosambik mindestens ein Mensch gestorben. Eine Frau sei von einem fallenden Baum in der Stadt Pemba im Norden des Landes getötet worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Mindestens ein Mensch sei verletzt worden. Inzwischen sei "Kenneth" abgeschwächt, teilte der Wetterdienst mit. In den nördlichen Provinzen Cabo Delgadoa, Nampula und Niassa werden demnach Überschwemmungen erwartet. Der Zyklon traf am Donnerstagabend auf Land. Erst Mitte März hatte Zyklon "Idai" Teile von Mosambik sowie Simbabwe und Malawi verwüstet. In Mosambik kamen rund 600 Menschen ums Leben, Hunderttausende waren zeitweise obdachlos.

+++ 15.08 Uhr: Türkei: Mehr als 100 angebliche Terrorverdächtige inhaftiert +++ 

Fast drei Jahre nach dem Putschversuch in der Türkei reißt die Serie der Fahndungen und Festnahmen nicht ab. Allein am Freitag ließen Staatsanwälte bei Razzien in Istanbul und anderen Städten 115 Soldaten festnehmen. Ihnen würden Verbindungen zur Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen vorgeworfen. Den macht die Regierung für den Putschversuch von 2016 verantwortlich. 

Insgesamt hatten die Staatsanwälte der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge am Freitag Fahndungsbefehle für 210 Menschen ausgeschrieben. Nach Regierungsangaben aus dem März sind seit dem Putschversuch rund 500 000 Menschen wegen angeblicher Gülen-Verbindungen festgenommen worden - rund 30 000 sollen weiter in Haft sein. 

+++ 14.23 Uhr: Zwei Männer aus NRW mit 19 Kilo Heroin in Österreich festgenommen +++

Zwei Männer aus Nordrhein-Westfalen sind südlich von Wien mit 19 Kilogramm Heroin im Gepäck festgenommen worden. Ein 38-Jähriger und ein 55-Jährige sitzen in Haft, wie die österreichische Polizei mitteilte. Die beiden seien bereits vor gut einem Monat von Spezialkräften festgenommen worden. Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet, dass die Drogen beim Weiterverkauf auf der Straße bis zu acht Millionen Euro hätten einbringen können. Sie hätten laut dem Bericht auf eine vielfache Menge gestreckt werden können. 

Ein verdeckter Ermittler hatte nach Angaben der Polizei nach ersten Hinweisen Kontakt zu den beiden mutmaßlichen Dealern aufgenommen. Die beiden Männer boten ihm nach einiger Zeit die Drogen zum Kauf an. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den sichergestellten Drogen um "hochwertiges Heroin". Über mögliche Hintermänner und die Herkunft der Drogen machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst keine Angaben.

+++ 14.00 Uhr: Schauspielerin Ellen Schwiers gestorben +++ 

Die Schauspielerin Ellen Schwiers ist tot. Sie starb am frühen Freitagmorgen im Alter von 88 Jahren nach langer schwerer Krankheit in ihrem Haus am Starnberger See, wie ihre Tochter Katerina Jacob über ihre Agentur mitteilen ließ.

+++ 13.30 Uhr: Tui holt Urlauber aus Sri Lanka zurück - Reisen abgesagt +++ 

Tui Deutschland sagt alle Reisen nach Sri Lanka bis einschließlich 31. Mai ab. Für Urlauber vor Ort werde die vorzeitige Rückreise organisiert, teilte das Unternehmen mit. Nach den Anschlägen vom Ostersonntag mit nach jetzigem Stand 253 Toten gibt es in dem asiatischen Land neue Warnungen vor möglichen Angriffen auf Gotteshäuser. Tui Deutschland reagiert nach eigenen Angaben auf die aktualisierte Lageeinschätzung des Auswärtigen Amtes. Tui-Gäste, die bis 31. Mai nach Sri Lanka reisen wollten, werden nach Angaben des Unternehmens kontaktiert. Sie können gebührenfrei umbuchen oder ihre Reise kostenlos stornieren.

+++ 12.38 Uhr: Unbeteiligte Fahrerin stirbt drei Tage nach mutmaßlichem illegalen Autorennen +++ 

Drei Tage nach einem mutmaßlich illegalem Autorennen in Moers am Niederrhein erlag eine unbeteiligte Autofahrerin ihren Verletzungen. Die 43-jährige starb bereits am Donnerstag, teilte die Polizei mit. Ihr Wagen prallte am Ostermontag mit dem Auto eines der beiden mutmaßlichen Raser zusammen, wobei sie lebensgefährlich verletzt wurde. In diesem Zusammenhang sucht die Staatsanwaltschaft nach zwei Personen.  Sie kämen als Fahrer in Betracht, sagte Oberstaatsanwalt Günter Neifer am Freitag. Es gebe Hinweise, dass die beiden gefahren seien. "Wir haben Hinweise auf die Identität, aber wir haben sie noch nicht finden können. Wir suchen sie", sagte Oberstaatsanwalt Neifer. Nähere Angaben zu den Gesuchten machte er nicht. 

+++ 12.30 Uhr: Gericht: Lehrerin verliert Job wegen Dschungelcamp-Trip +++ 

Die Mutter von Dschungelcamp-Teilnehmerin Nathalie Volk (22) darf nicht mehr als Lehrerin arbeiten. Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg entschieden, wie ein Sprecher mitteilte. Die Beamtin hatte ihre Tochter 2016 zum RTL-Dreh nach Australien begleitet und sich dafür eine Krankschreibung erschlichen. Im Strafverfahren wurde die 49-Jährige rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt. Weil sie ungerechtfertigt dem Dienst ferngeblieben war, sei das Vertrauen ihres Dienstherrn und der Allgemeinheit verloren, befand das Verwaltungsgericht. Die Frau kann Berufung beim niedersächsischen Oberverwaltungsgericht einlegen.

+++ 12.19 Uhr: Kartellamt genehmigt Fusion zwischen Wörterbuch-Verlagen Langenscheidt und Pons +++ 

Die gelben Langenscheidt-Wörterbücher und die grünen von Pons kommen künftig aus einem Verlag. Das Bundeskartellamt genehmigte den Kauf von Langenscheidt durch Pons, das zur Verlagsgruppe Klett gehört. Langenscheidt und Pons kommen laut Kartellamt bei gedruckten Wörterbüchern und bei gedruckten Sprachkursen auf einen Marktanteil von "deutlich über 40 Prozent". Großer Wettbewerber sei hier Cornelsen. Der geplante Kauf von Langenscheidt durch Pons war Anfang März bekannt geworden.

+++ 12.12 Uhr: Drei sibirische Tigerbabys im Zoo Hannover geboren +++ 

Süßer Nachwuchs bei den sibirischen Tigern im Zoo Hannover: Dort sind drei kleine Baby-Tiger zur Welt gekommen, die die ersten zwei kritischen Wochen bereits überstanden haben, teilte der Zoo mit. Im vergangenen Jahr waren zwei sibirische Tigerbabys kurz nach der Geburt gestorben. Noch kann man die kleinen Raubkätzchen allerdings nicht bestaunen, da sie noch mit ihrer Mutter in einer Wurfhöhle leben. Erste Videos aus der Höhle von Mutter Alexa und ihrem Nachwuchs werden im Zoo aber schon gezeigt. Sibirische Tiger gelten nach Angaben des Zoos als stark bedroht, auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden sie als gefährdet eingestuft.

+++ 11.33 Uhr: Erfurt gedenkt der Opfer des Amoklaufs von 2002 +++

Mit einem stillen Gedenken haben Schüler, Lehrer, Angehörige und Politiker an die Opfer des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums erinnert. Am 26. April 2002 hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler an der Schule zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin und einen Polizisten erschossen und dann sich selbst getötet. "Trauer, Sprachlosigkeit, überwältigende Emotionen ließen für lange Zeit keinen Raum für Farbe und Frohsinn", sagte die Schulleiterin Christiane Alt. Bei dem Gedenken vor dem Schulgebäude wurden die Namen der 16 Ermordeten verlesen, begleitet von Glockenschlägen. Schüler, Lehrer und Politiker legten Blumen an der Gedenktafel nieder.

+++ 11.33 Uhr: FDP beginnt Parteitag in Berlin +++

Die FDP hat mit ihrem dreitägigen Parteitag in Berlin begonnen. Die stellvertretende Vorsitzende Katja Suding attackierte gleich zu Beginn in ihrer Begrüßungsrede vor den rund 660 Delegierten die Grünen, denen sie vorwarf, sie wollten die Bürger "entmündigen". Als zentrale Themen der aktuellen Zeit nannte Suding unter anderem den Sozialstaat, Bildung, Steuern und Abgaben sowie hohe Mieten.

Am Nachmittag stellt sich auf dem Parteitag der Vorsitzende Christian Lindner zur Wiederwahl. Auch weitere Mitglieder von Präsidium und Bundesvorstand werden gewählt.

+++ 11.10 Uhr: Seltsame Puppen im Wald - Polizei löst Rätsel +++

Eine bizarre Sammlung von Spielzeugpuppen in einem Wäldchen in Soest hat die nordrhein-westfälische Polizei mehrere Wochen beschäftigt. Die Puppen waren an Bäume gebunden, an ihnen waren diverse Verletzungen nachgestellt. Jetzt haben die Beamten den Grund gefunden: "Es handelt sich um einen sogenannten Geocache", teilte die Kreispolizeibehörde Soest mit. Geocaching ist eine Art elektronische Schnitzjagd, bei der mit Hilfe von GPS-Daten Verstecke gesucht werden.

Details zu der Darstellung der rund 20 Puppen wollte die Polizei nicht nennen, weil viele von ihnen "verstörend" seien, sagte ein Sprecher. Die Puppen waren Ende März entdeckt und dann von der Polizei abgenommen worden. Der Erfinder des Caches sei kontaktiert worden. "Er zeigte sich in einem ersten Gespräch einsichtig und erklärte, hier einen "Ü18" Cache erstellt zu haben", hieß es in der Mitteilung. Da die Puppen dem Ersteller gehören, soll er sie demnächst zurückerhalten.

+++ 10.58 Uhr: Lastwagen bleibt an Schilderbrücke auf A5 hängen - Fahrer stirbt +++

Tödlicher Lastwagenunfall auf der A5: Ein Lastwagenfahrer ist in Hessen mit einem Kipplaster an einer Brücke mit einem Verkehrsleitsystem hängengeblieben. Aus unbekannter Ursache war die Ladefläche nicht eingefahren, wie die Autobahnpolizei Mittelhessen mitteilte. Der 66 Jahre alte Fahrer starb noch vor Ort.

Der Lastwagen riss die Verkehrsleitanlage völlig ab, das Fahrzeug prallte gegen eine niedrige Betonabgrenzung der Fahrbahn. Der Unfall hat am Donnerstagnachmittag zwischen Bad Nauheim und Butzbach zu einer stundenlangen Vollsperrung der Autobahn in Richtung Kassel geführt. Zuvor hatte der Sender Hit Radio FFH berichtet.

+++ 10.14 Uhr: Straßenbahn rammt Lastwagen: etwa 20 Leichtverletzte in Rostock +++

Beim Zusammenstoß einer Straßenbahn mit einem Lastwagen sind rund 20 Bahninsassen in Rostock leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Insassen von Splittern geborstener Fensterscheiben der Bahn verletzt. Wie die Leitstelle der Rostocker Straßenbahn AG berichtete, war die Unfallursache möglicherweise ein falsches Abbiegen des Lasters in eine Sackgasse. Die gut besetzte Straßenbahn sei dann auf den Laster gefahren. An der Straßenbahn sei erheblicher Sachschaden entstanden. Die viel befahrene L22, eine wichtige Ost-West-Verbindung durch Rostock, wurde für etwa eine Stunde voll gesperrt.

+++ 08.46 Uhr: Polizeichef von Sri Lanka gibt nach Anschlägen seinen Posten ab +++

Nach den Selbstmordanschlägen in Sri Lanka legt der Polizeichef des Landes seinen Posten nieder. Pujith Jayasundara habe angesichts von Fehlleistungen im Vorfeld der Anschläge vom Ostersonntag beim amtierenden Verteidigungsminister seinen Rücktritt eingereicht, sagte Staatschef Maithripala Sirisena vor Journalisten. Er werde "bald" einen neuen Polizeichef ernennen, fügte der Präsident hinzu. Sirisenas Vorschlag muss dann noch vom Verfassungsrat bestätigt werden.

+++ 08.44 Uhr: Polizei in Sri Lanka warnt vor weiteren Anschlagsplänen +++

Nach den Anschlägen vom Ostersonntag gibt es in Sri Lanka neue Warnungen vor möglichen Angriffen auf Gotteshäuser. Die Polizei teilte auf Twitter mit, dass Islamisten Geheimdienstinformationen zufolge Moscheen der Sufisten angreifen wollten. Der Sufismus ist eine Strömung im Islam mit mystischen Traditionen und Riten. Radikale Islamisten betrachten Sufisten wegen ihrer Toleranz auch anderen Religionen gegenüber als Feinde. Die Sicherheitsvorkehrungen an den Moscheen wurden laut Polizei erhöht. 

Die US-Botschaft in Sri Lanka hatte bereits am Donnerstag vor möglichen weiteren Anschlägen auf Gotteshäuser gewarnt. Diese sollten von Freitag bis Sonntag gemieden werden, twitterte die Botschaft unter Berufung auf die sri-lankischen Behörden.

+++ 08.37 Uhr: Streik bei Airline SAS - mehr als 72 000 Passagiere betroffen  +++

Tausende Passagiere der skandinavischen Fluggesellschaft SAS sind von einem Pilotenstreik betroffen. Wegen eines Tarifkonfliktes haben rund 1400 Piloten in Norwegen, Schweden und Dänemark am frühen Morgen die Arbeit niedergelegt. Im Laufe des Tages werden 673 Flüge und mehr als 72000 Passagiere betroffen sein, teilte SAS mit. Auch Verbindungen nach Deutschland fielen aus: Gestrichen wurden SAS-Flüge von Kopenhagen nach Hamburg, Frankfurt und München, von Stockholm nach Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf sowie von Oslo nach München und Berlin. SAS-Partner, die rund 30 Prozent aller Flugreisen ausführen, seien von dem Streik nicht betroffen. Die Piloten fordern 2,3 Prozent mehr Lohn und mehr Planbarkeit im Arbeitsalltag. 

+++ 08.16 Uhr: Zyklon trifft in Mosambik auf Land - Drei Tote auf Komoren +++

Wenige Wochen nach dem verheerenden Zyklon "Idai" ist in der Nacht ein weiterer tropischer Wirbelsturm in Mosambik auf Land getroffen. Der neue Zyklon "Kenneth" habe schon vorher auf dem vorgelagerten Inselstaat der Komoren laut Berichten drei Menschen das Leben gekostet, teilte das UN-Nothilfebüro (Ocha) über Twitter mit.

Es habe dort außerdem mindestens 20 Verletzte gegeben sowie Überschwemmungen und schwere Schäden an Häusern. Vorläufigen Schätzungen zufolge seien mindestens 1000 Menschen vorübergehend obdachlos geworden, die meisten von ihnen Kinder. Der Zyklon sei mit Kategorie vier von maximal fünf über die Komoren hinweggezogen, twitterte die Weltwetterorganisation (WMO).

+++ 06.55 Uhr: Sri Lankas Präsident: Islamistenchef Hashim bei einem der Anschläge gestorben +++

Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge in Sri Lanka, der Islamistenanführer Zahran Hashim, ist nach Regierungsangaben bei einer der Attacken ums Leben gekommen. Sri Lankas Staatschef Maithripala Sirisena sagte, das hätten ihm die Geheimdienste mitgeteilt. Hashim galt als der Anführer der Islamistengruppe National Thowheeth Jama'ath (NTJ), die für die Anschläge verantwortlich gemacht wird, und stand offenbar im Zentrum eines Bekennervideos der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

+++ 04.59 Uhr: Xi Jinping eröffnet Konferenz zu "Neuer Seidenstraße" +++

Chinas Staatschef Xi Jinping ist bei einer internationalen Konferenz zur "Neuen Seidenstraße" Bedenken gegen das gigantische Infrastrukturprojekt entgegengetreten. Xi sagte zum Auftakt des Treffens in Peking, die Projekte müssten haushaltspolitisch "nachhaltig" sein. Nötig sei auch Transparenz, für Korruption werde es "null Toleranz" geben. Die "Neue Seidenstraße" sei zudem kein "exklusiver Club", betonte Xi.

Die "Neue Seidenstraße" soll in Anlehnung an die historischen Routen zwischen Mittelmeerraum und Ostasien neue Handels- und Verkehrsnetze zwischen den Kontinenten aufbauen. Die Volksrepublik finanziert dabei ein Netz aus neuen Häfen, Eisenbahnlinien, Straßen und Industrieparks in Asien, Afrika und Europa. China will damit Absatzmärkte an sich binden.

+++ 4.04 Uhr: Posthumes Prince-Album mit 15 Titeln erscheint im Juni +++

Ein Album mit überwiegend unveröffentlichten Aufnahmen der US-Poplegende Prince wird im Juni herauskommen. Die Erben des vor zwei Jahren verstorbenen Musikers erteilten der Veröffentlichung ihre Zustimmung. Das Album "Originals" wird 15 Demo-Versionen von Songs enthalten, die Prince in erster Linie für andere Künstler komponiert hatte. Einige dieser Songs wurden in ihrer Interpretation durch andere Musiker zu großen Hits, darunter "Manic Monday" (Bangles), "The Glamorous Life" (Sheila E.) und "Nothing Compares 2 U" (Sinead O'Connor). Die Titel für das Album wurden im Auftrag der Prince-Erben von dem Produzenten Troy Carter ausgewählt, der dabei mit dem Rapper, Produzenten und Unternehmer Jay-Z zusammenarbeitete. 14 der Aufnahmen wurden bislang nicht veröffentlicht.

+++ 03.51 Uhr: Deutsche Krebshilfe fordert umfassendes Tabakwerbeverbot +++

Die Deutsche Krebshilfe hat ein umfassendes Tabakwerbeverbot gefordert, das auch für E-Zigaretten gilt. Deutschland sei bei den Werbeverboten europaweit ein "beschämendes Schlusslicht", sagte der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dies gelte für die Außenwerbung auf Plakatwänden ebenso wie für Werbung im Kino nach 18 Uhr. Verboten werde müsse auch die Abgabe von kostenlosen Zigaretten bei Werbeaktionen.

Die Verbote müssten auch Tabakerhitzer und E-Zigaretten umfassen, forderte Nettekoven. "Auch wenn diese Produkte im Vergleich zu Tabakrauch schadstoffärmer sind, bedeuten sie für ihre Konsumenten dennoch eine Gesundheitsgefährdung." Speziell junge Menschen und Nichtraucher könnten durch sie in eine Nikotinabhängigkeit geraten.

+++ 03.05 Uhr: Studie: Anti-Haltung gegenüber Parteien prägt Stimmung bei Europawahl +++

Die Wahlentscheidung bei der Europawahl wird bei der Mehrheit der Menschen von einer Anti-Haltung gegenüber Parteien geprägt. Das ist ein Ergebnis der Studie "Europa hat die Wahl - Populistische Einstellungen und Wahlabsichten bei der Europawahl 2019", die die Bertelsmann-Stiftung in Berlin vorstellt.

Demnach will eine Mehrheit der Befragten gegen statt für einzelne Parteien stimmen. Und: Laut Studie weisen die Anhänger der extremen und europakritischen Ränder einen stärkeren Mobilisierungsgrad für die Wahl auf als die der politischen Mitte. Bei einer niedrigen Wahlbeteiligung hätte das Folgen für die Besetzung des EU-Parlaments.

Die Autoren der Studie wollen Ursachen von Populismus aufzeigen. Dazu wurden in zwölf EU-Mitgliedsstaaten Anfang 2019 repräsentativ knapp 24.000 Wahlberechtigte befragt. Dabei ging es neben der Frage nach den Wahlabsichten auch um EU- und Demokratieskepsis und um die Identifikation mit den zur Wahl stehenden Parteien.

+++ 02.12 Uhr: 25 Jahre Haft für Ex-US-Polizisten wegen tödlicher Schüsse auf Schwarzen +++

Im US-Bundesstaat Florida ist ein früherer Polizist wegen tödlicher Schüsse auf einen Schwarzen zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Richter verhängte die Gefängnisstrafe gegen den 41-jährigen Nouman Raja wegen Totschlags. Es ist das erste Mal seit 30 Jahren, dass in Florida ein Polizist wegen tödlicher Schüsse im Dienst auf einen Schwarzen verurteilt wird.

+++ 01.31 Uhr: Zehn Grundschüler in den USA durch Schrotkugeln verletzt +++

An einer Grundschule im US-Südstaat Georgia sind zehn Schüler durch Schrotkugeln verletzt worden. Laut Behördenangaben feuerte ein Unbekannter von einem Waldgebiet aus Schüsse auf den Spielplatz der Wynbrooke-Grundschule im Bezirk DeKalb County ab. Keiner der Schüler wurde lebensgefährlich verletzt. Der Vorfall löste aber Panik an der Grundschule aus. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem 20. Jahrestag des Schulmassakers von Columbine. Bei dem Blutbad im US-Bundesstaat Colorado hatten zwei schwer bewaffnete Teenager zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen.

+++ 01.04 Uhr: Kim lädt Putin nach Nordkorea ein +++

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin beim Gipfeltreffen in Wladiwostok nach Nordkorea eingeladen. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, Kim habe Putin vorgeschlagen, das Land "zu einem passenden Zeitpunkt" zu besuchen. Der russische Staatschef habe die Einladung angenommen.

+++ 01.04 Uhr: Heil will auch Angehörige von Behinderten entlasten +++

Sozialminister Hubertus Heil (SPD) will Angehörige von Menschen mit Behinderung in größerem Umfang entlasten. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sollen in Zukunft nur noch Angehörige mit einem Einkommen von mehr als 100.000 Euro pro Jahr verpflichtet werden, sich selbst zu beteiligen, wenn zum Beispiel Eingliederungshilfen gewährt werden.

Derzeit müssen Eltern mitbezahlen, wenn zum Beispiel behinderte Kinder Anspruch auf eine Eingliederungshilfe haben, also etwa auf den staatlich finanzierten Umbau zu einer barrierefreien Wohnung oder einen Gebärdendolmetscher. Die Pläne gehen dem Bericht zufolge aus einem internen Entwurf des Arbeits- und Sozialministeriums hervor.

+++ 00.49 Uhr: Maaßen will offenbar für die CDU in Ostdeutschland Wahlkampf machen +++

Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen wird sich einem Medienbericht zufolge für die CDU in den anstehenden Wahlkämpfen in Ostdeutschland engagieren. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet unter Berufung auf informierte Kreise, für den Sommer seien Auftritte in Sachsen und Brandenburg geplant. Dort finden am 1. September Landtagswahlen statt.

Der 56-jährige ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz werde außerdem am übernächsten Wochenende auf gemeinsame Einladung regionaler Verbände der Jungen Union und der Werteunion in Coburg auftreten, schreibt der "Focus". Maaßen war im Februar der Werteunion beigetreten, einem Zusammenschluss konservativer Unionspolitiker.

Brasilien: MMA-Kämpferin schlägt auf Exhibitionisten ein – nach sexueller Belästigung am Strand
kng / rw / DPA / AFP