Weihnachts-Shopping ist Stress pur - und das gilt nicht nur für die Geschenke. Auch der Einkauf der Lebensmittel, die für das Festmahl benötigt werden, kann nerven. Wie praktisch erscheint da die Online-Lieferung: Rezept aussuchen, Lebensmittel im Netz bestellen - und das Supermarkt-Chaos den anderen überlassen. Doch ganz so einfach ist es nicht, wie genervte Kunden auf Twitter zeigen.
Sie hatten bei dem britischen Online-Supermarkt Ocado bestellt. Das Unternehmen hat keine eigenen Supermärkte, sondern liefert alles aus eigenen Lebensmittel-Lagern. Seit Jahren bekommt Ocado Bestnoten für den Service - doch in diesem Jahr sind einige Kunden stinksauer.
So wie Matt Haswell. Auf Twitter postete er mittags am 24. Dezember ein Foto eines wirklich sehr kleinen Hühnchens. "Ein Huhn für vier Personen?", fragt er. Und fügt hinzu, dass man nun wohl doch - trotz Bestellung bei Ocado - in die Supermarkt-Hölle müsse. Simon Chandler, ein anderer Twitter-User, hatte schon vor Wochen bestellt, berichtet er in seinem Tweet. "Super hingekriegt, Ocado. Statt der Bestellung, die ich schon vor Wochen gemacht habe, habe ich zu 75 Prozent Ersatzprodukte bekommen", schreibt er via Twitter. Weihnachten sei ruiniert, so der User.
Auch andere Kunden beschweren sich:
Tatsächlich hat nicht nur Ocado dieses Problem. Auch Kunden anderer Supermarktketten, die nach Hause liefern, beschweren sich in den sozialen Medien über später oder falsche Lieferungen, so dass sie selbst doch noch in einen Supermarkt mussten. Auch über die großen britischen Supermarkt-Ketten Tesco und Sainsbury fallen via Twitter erboste Kunden her.
Für Matt Haswell scheint sich das Liefer-Chaos doch noch gelöst zu haben. Offenbar hatte der Online-Supermarkt ein Einsehen, dass ein Mini-Hühnchen nie für vier Leute ausreicht. Noch am Nachmittag des Heiligabends schreibt der User, dass die Jungs von Ocado Helden seien. "Weihnachten ist gerettet."