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TELEKOMMUNIKATION: Debitel verbucht deutlichen Ergebniszuwachs

Der Mobilfunkdiensteanbieter Debitel AG hat in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei einem Umsatzanstieg den Gewinn weit mehr als verdoppelt.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sprang im Auftaktquartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 140 Prozent auf 24 Millionen Euro, sagte Finanzvorstand Hermann Roemer am Freitag auf der Hauptversammlung in Stuttgart.Gleichzeitig nahmen die Konzernerlöse um elf Prozent auf 615 Millionen Euro zu. Die Zahl der Kunden betrug Ende März 9,3 Millionen, nach 8,6 Millionen am Jahresende 2000.

Zu der positiven Ergebnisentwicklung im ersten Quartal hatten Zuwächse im In- und Ausland beigetragen. Allerdings ist das Ertragsplus auch geprägt gewesen von Geschäften im Prepaid-Bereich mit »einmaligen Charakter«, so Roemer. Im Gesamtjahr rechnet er mit einem langsamer als bisher prognostizierten Mobilfunkmarkt. Dem will sich Debitel durch eine stärkere Position im Markt und weitere Marktanteilsgewinne entgegen stemmen. »Dies wird jedoch nicht ohne Auswirkungen auf das Ergebnis bleiben«, verdeutlichte er. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Debitel bei einem Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro ein um sieben Prozent gesunkenes Ebit von 67 Millionen Euro erwirtschaftet.

Zusätzlich will das Stuttgarter Unternehmen zur Stärkung des Vertriebs die Zahl seiner Verkaufsfilialen von derzeit 28 in Zukunft massiv ausbauen. Die am Vortag bekannt gegebene Kooperation mit dem künftigen UMTS-Netzbetreiber E-Plus soll in Kürze weiter präzisiert werden. Debitel, die neben E-Plus auch eine UMTS-Partnerschaft mit D2-Vodafone und T-Mobil vereinbart hat, strebe weiterhin ein Kooperationen mit insgsamt vier Partnern an. Der Debitel-Mehrheitsaktionär Swisscom ist angeblich bereit Anteile abzugeben, wenn es der Werthaltigkeit des Unternehmens dient, will allerdings auch künftig die Mehrheit behalten. Der Schweizer Konzern hält 84 Prozent der Debitel-Aktien.